21.05.16 TSV Mardorf - SG Hombressen/U.

GL: TSV Mardorf - SG Hombressen/Udenhausen    2:1 (0:0)
Als Schiedsrichterin Alina Lange das Spiel nach 93 Minuten abpfiff, fielen im Lager des TSV Mardorf etliche dicke Steine von den Herzen. Durch den verdienten 2:1-Sieg gegen Hombressen/Udenhausen sicherten sich die Kunz-Schützlinge den Klassenerhalt in der Frauenfußball-Gruppenliga Kassel.
Es war eine Partie, die vom Verlauf her für die Mardorfer Anhänger nicht dramatischer sein konnte. Die Gastgeberinnen waren sich von Beginn an bewusst, worum es ging. Hombressen, das ohne Druck aufspielen konnte, beteiligte sich am sehenswerten Spiel. Es herrschte ein hohes Tempo, rassige Zweikämpfe, spielerische Glanzpunkte auf beiden Seiten. Die Heimelf kam zu ersten guten Möglichkeiten durch Jasmin Neidel. Nach einem Eckball von Mona Rosenthal köpfte sie haarscharf über den Querbalken (5.) und nach einem Rückpass ihrer Sturmpartnerin Jasmin Zenker setzte sie den Ball knapp am langen Pfosten vorbei (8.). Auf der Gegenseite musste Aushilfstorfrau Petra Hofmann zum ersten Mal bei einem Abschluss von Alina Mickan eingreifen, hatte aber wenig Mühe damit (17.). Anschließend blieben Torabschlüsse eher Mangelware, da beide Abwehrreihen gut standen. Annika Boller und Mareike Recke schalteten die gefährlichen SG-Spitzen Anna Passinger und Maja Wienand komplett aus. Es dauerte bis zur 36. Spielminute, als sich Jennifer Schnaudt aus 25 Metern ein Herz nahm und die Kugel nur Zentimeter am Tor vorbei schoss. Kurz vor dem Pausenpfiff musste der gastgebende TSV eigentlich in Führung gehen. Neidel setzte sich im Strafraum gekonnt durch, aber statt selber zu schießen, wollte sie Schnaudt mit einem Querpass bedienen. Dieser geriet zu lang, doch Schnaudt brachte den Ball wieder in die Gefahrenzone zu Neidel, die die Flanke aber volley über den Kasten drosch (45.). Somit ging es torlos in die Halbzeitpause.
Den zweiten Durchgang gingen die Gäste besser an. Sie drängten die Heimelf in den ersten zehn Minuten permanent in deren Hälfte, ohne jedoch Torchancen zu kreieren. Mardorf konnte sich dann wieder befreien, das Spiel gestaltete sich ausgeglichener und sogar das erste Tor sollte fallen. Doch Zenkers Einsatz gegen Hombressens Desiree Hopf im Laufduell wertete die Schiedsrichterin sehr kleinlich als Foulspiel (65.). Auch die SG hatte zwei gute Abschlüsse zu verzeichnen. Anna Passinger setzte nach einem Eckstoß den Ball per Kopf knapp am linken Winkel vorbei (67.) und Hofmann lenkte einen Weitschuss von Miriam Stüer über die Latte (71.). Dann sollten die nervenaufreibenden letzten fünfzehn Minuten beginnen. Diese begannen mit einer Dreifachchance für den TSV in der 75. Minute. Neidel setzte sich im Sprintduell gegen Hopf durch, brachte die Kugel aber nicht an SG-Torfrau Deborah Warnecke vorbei. Den Abpraller drosch Darline Bambey aus 14 Metern an die Unterkante der Latte und Zenker scheiterte mit ihrem anschließenden Kopfball an einem Reflex von Warnecke. Das hätte es sein können und rächte sich nur drei Minute später. Stüer konnte über die ungeordnete rechte Abwehrseite der Gastgeberinnen zu leicht in den Strafraum eindringen und Mickan per Querpass bedienen, die zur unverdienten Führung für die Gäste einschob (78.). Ein riesiger Schock für die Mardorferinnen, doch sie ließen die Köpfe nicht hängen und legten noch einmal eine Schippe drauf. In der 85. Minute gab es Freistoß für den TSV am linken Strafraumeck. Alle rechneten mit einem direkten Schuss von Neidel, doch sie legte für Bambey quer, die parallel zur Strafraumlinie aufzog und mit einem strammen Schuss neben den Pfosten zum 1:1 ausgleichen konnte. Ihr erstes Tor im Mardorfer Trikot und was für eins... Doch Mardorfs Wirbelwind wollte zeigen, dass es noch besser geht. Die Nachspielzeit war schon angebrochen, als Neidel einen Angriff der Gäste im Mittelfeld stoppte. Sie bediente Bambey mit einem Pass in die Tiefe, die anschließend zwei Gegenspielerinnen wie Slalomstangen umkurvte und aus spitzen Winkel per Pike vorbei an Warnecke zum vielumjubelten 2:1 traf (90.+2). Damit war der Klassenerhalt eingetütet und der Jubel nach Abpfiff natürlich riesengroß.
"Ich bin sowas von stolz auf meine Mädels! Nicht nur auf die Leistung in diesem Spiel, sondern darauf, was sie in den letzten fünf, sechs Wochen geleistet haben. Zwar waren anfangs die Ergebnisse nicht so positiv für uns, aber das Auftreten am Platz war klasse und man sah eine enorme spielerische Entwicklung. Endlich konnten wir uns mal mit einem Sieg belohnen und dass dieser auch noch zum Klassenerhalt gereicht hat, ist umso schöner. Jetzt kann gefeiert werden und dann werden wir die kommende Spielzeit in der Gruppenliga planen.", sagte TSV-Coach Christian Kunz sichtlich erleichtert nach einem nervenaufreibenden Spiel.
 

 

Aufstellung TSV: Petra Hofmann - Annika Boller, Pia Butterweck, Mareike Recke - Lena Otto (ab 61. Andrea Arrich), Darline Bambey, Jennifer Schnaudt (ab 90. Sophie Fröhlich), Stefanie Viehmann, Mona Rosenthal - Jasmin Neidel, Jasmin Zenker. Nicht zum Einsatz kamen Jacqueline Dörrbecker und Lea Aschenbrenner (ETW).

14.05.16 TSV Mardorf - Viktoria Großenenglis II

TSV Mardorf - TuS Viktoria Großenenglis II    2:2 (1:1)
Das Gruppenliga-Derby im Mardorfer "Mosenbergstadion" zwischen dem gastgebenden TSV und der Reserve von Viktoria Großenenglis endete nach 90 kampfbetonten Minuten mit einem 2:2-Unentschieden.
Die gut 100 Zuschauer sahen von Beginn an einen stürmischen und spielstarken Gast. Die Heimelf fand keinen Zugriff und verlor zu viele Zweikämpfe. Bereits nach vier Minuten tauchte Sonja Wingefeld vor TSV-Keeperin Yasmin Höse auf, die aber parieren konnte. Auch fünf Minuten später behielt Höse die Oberhand, diesmal gegen Nadine Raue. Ihren platzierten Flachschuss lenkte Mardorfs Rückhalt mit den Fingerspitzen um den Pfosten (9.). Mardorfs Trainer Christian Kunz stellte anschließend das System um, was langsam für etwas Entlastung sorgte. Man kam besser in die Zweikämpfe und hielt den Gegner vom eigenen Tor fern. Offensiv brachte man aber lange Zeit nicht viel zustande. Großenenglis hatte deutlich mehr Ballbesitz, zeigte sich aber nicht mehr so zielstrebig im Abschluss. Nachdem Jasmin Neidel in der Hälfte der Gäste unsanft zu Boden gebracht wurde, brachte Darline Bambey den fälligen Freistoß auf das Tor von Claudia Lehnardt. Viktorias Torfrau konnte den Ball nicht festhalten und Mardorfs Neuzugang Jasmin Zenker staubte in ihrem ersten Pflichtspieleinsatz zur schmeichelhaften 1:0-Führung ab (31.). Das Tor brachte Auftrieb in das Spiel des TSV und man ließ den Ball besser laufen. Ein Abstimmungsfehler in der Heim-Defensive, der nur durch ein Foulspiel bereinigt werden konnte, war dann aber Ausgangspunkt des Ausgleichstreffers. Nadine Raue zirkelte den anschließenden Freistoß gekonnt über die Mauer ins Netz (41.). Beinahe wäre das Kunz-Ensemble mit einer Führung in die Halbzeit gegangen. Bambey setzte fast von der Mittellinie zu einem Solo an, umkurvte vier Gegnerinnen, scheiterte aber an der gut postierten Lehnardt (44.). Aber auch die Gäste hätten beinahe noch einmal Feiern können, doch Raues Freistoß klatschte nur an die Latte (45.+2). Somit ging es mit dem Remis in die Halbzeit.
Der zweite Durchgang startete mit viel Mittelfeldgeplänkel und vielen Zweikämpfen. Mardorf fand als erstes wieder in der Offensive statt. Nach einem Eckball scheiterte Bambey mit ihrer Direktabnahme an einem Abwehrbein. Der Ball fiel vor die Füße von Mona Rosenthal. Ihr als Flanke geplanter Flugball wurde immer länger und senkte sich hinter Lehnardt zum 2:1 in die Maschen (57.). Wieder lag die Heimelf in Führung, aber wieder dauerte es nicht lange bis zum Ausgleich. Ebenfalls ein Eckball war Ausgangspunkt auf der Gegenseite. Höse bekam den Ball eigentlich sicher zu fassen, ließ ihn dann aber wieder los und Sonja Wingefeld schob die Kugel aus Nahdistanz über die Linie - 2:2 (61.). Etwas geschockt und verunsichert gab man das Heft wieder aus der Hand. Die Viktoria wurde wieder spielbestimmender und setzte die Gastgeberinnen gehörig unter Druck. Man kam zu einigen Entlastungsangriffen, die aber durchaus Gefahr hervor brachten. So wurde Neidel äußerst knapp vor dem Strafraum gefoult. Den folgenden Freistoß setzte sie aber haarscharf über den Querbalken (72.). Auf der Gegenseite vergab Laura Schwaab die Möglichkeit zur Führung, doch nach Rückpass zögerte sie sieben Meter vor Höse zu lange und wurde geblockt (84.). Somit blieb es nach einem rassigen Derby beim Remis, dass beiden Mannschaften noch nicht entscheidend im Abstiegskampf helfen konnte.
"Während der Anfangsphase hatte ich schon schwere bedenken, ob das heute gut gehen wird. Die Viktoria überrannte uns förmlich und meine Mädels konnten sich bei unserer Torfrau bedanken, die uns im Spiel hielt. Mit zunehmender Spielzeit kamen wir besser ins Spiel und gestalteten es offen. Kämpferisch war es eine herausragende Leistung aller Spielerinnen. Deshalb ist der Punkt am Ende vielleicht auch nicht ganz unverdient, obwohl unser Gegner mehr Möglichkeiten hatte. Nächste Woche im Heimspiel gegen Hombressen wollen wir den Klassenerhalt mit einem Dreier eintüten.", zeigte sich TSV-Coach Kunz nicht wirklich unzufrieden nach der Partie. 

 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Aline Mentel (ab 34. Annika Boller), Jennifer Schnaudt, Mareike Recke - Darline Bambey, Andrea Arrich, Kim Engelhardt, Stefanie Viehmann (ab 67. Hannah Lepper), Mona Rosenthal - Jasmin Neidel, Jasmin Zenker. Nicht zum Einsatz kamen: Johanna Röse und Lea Aschenbrenner (2.TW)

07.05.16 TSV Korbach - TSV Mardorf

GL: TSV Korbach - TSV Mardorf    2:1 (0:1)
72 Minuten roch es nach einer faustdicken Überraschung im Korbacher Stadion bei sommerlichen Temperaturne, denn der Abstiegskandidat aus Mardorf führte mit 0:1 beim gastgebenden Tabellenführer und zeigte eine hervorragende Leistung. Am Ende sicherte Top-Torjägerin Carlina de Matos Martins den etwas schmeichelhaften Sieg für den Aufstiegsanwärter.
Ohne die Stammkräfte Antonia Freund (krank), Aline Mentel (verhindert) und Stefanie Viehmann (wegen Krankheit zunächst Ersatz) überraschte der Tabellenachte den Primus von Beginn an durch enorme Lauffreude und Zweikampfstärke. Auch das fußballerische kam bei den Gästen nicht zu kurz. Nach einem schnellen Konter und klasse Pass aus der Mittelfeldzentrale tauchte Mareike Recke alleine vor Torfrau Carina Steinbach auf, scheiterte aber an einem phantastischen Reflex des Korbacher Rückhalts (11.). Sechs Minuten später ging der Gast in Führung. Ein 35-Meter-Freistoß von Darline Bambey klatsche an die Latte, Neidel verwertete den Abpraller per Kopf zur bis dato verdienten Führung (17.). Die Platzfrauen rannten sich immer wieder in der gut gestaffelten Defensive der Kunz-Schützlinge fest und ließen Ideen vermissen. Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Match, in dem die Gäste immer wieder Nadelstiche setzten. So auch in der 39. Spielminute, als Bambey perfekt für Neidel durchsteckte, diese aber wegen Abseits zurückgepfiffen wurde. Leider eine komplette Fehlentscheidung... Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der Schiedsrichter wieder eine knifflige Szene zu bewerten. Ein 20-Meter-Freistoß der Korbacherin Nadine Jarofski sprang von der Unterkante der Latte auf (oder hinter) die Torlinie und konnte anschließend von Mardorfs Torfrau Yasmin Höse geklärt werden, die dabei gefoult wurde (45.). Entschieden wurde auf Freistoß für die Gäste und so ging man mit der knappen Führung in die Pause.
Korbachs Trainer Peter Kiel wechselte zur Pause dreimal und verstärkte die Offensive, was sich in der Spielverlagerung Richtung Mardorfer Tor schnell zeigen sollte. Die Gäste ließen sich im Gegensatz zum ersten Durchgang jetzt weit an den eigenen Strafraum drängen und kamen zu wenig Entlastung. Recke war im Angriff allein auf weiter Flur und erhielt wenig Unterstützung, wenn sie den Ball festmachen konnte. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Korbach der Ausgleich gelingen sollte. Doch die anfänglichen Angriffswellen der Heimelf ebbten langsam ab und Mardorf fand wieder besser ins Spiel. Just in der Phase unterlief der Gästedefensive der erste Schnitzer. Einen langen Ball Richtung Martins, der eher harmlos aussah, konnten Jennifer Schnaudt, Neidel und Pia Butterweck nicht richtig klären (keine Absprache!) und Korbachs Torjägerin, die ansonsten von Butterweck bis hierhin komplett abgemeldet wurde, hatte plötzlich freie Bahn Richtung Höse. Diese Möglichkeit ließ sie sich nicht entgehen und schob eiskalt zum 1:1-Ausgleich ein (72.). Korbach witterte jetzt ihre Chance gegen unkonzentriert werdende Gäste und kam durch Lara Emde beinahe zur Führung, doch ihr Schuss landete nur am Pfosten (75.). Bei einigen Spielerinnen des Gast-TSV wurden die Beine langsam immer schwerer und die wichtigen Zweikämpfe wurden verloren. So auch vor dem 2:1 in der 81. Minute: Zu leicht konnten sich die Platzfrauen auf der rechten Defensivseite durch kombinieren und der Querpass auf den kurzen Pfosten erreichte die Fußspitze von Martins, die ihren zweiten Treffer markieren konnte. Das Spiel war gedreht und hinterließ deutliche Spuren bei den Gästen. Man konnte leider den Schalter auf Offensive nicht mehr umschalten und musste somit eine bittere Niederlage hinnehmen. Ein Remis hätte dem Spielverlauf eher entsprochen, doch hätte, wenn und aber zählen nicht. Trotzdem war Mardorfs Trainer Christian Kunz zurecht stolz auf sein Team: "Unter den Voraussetzungen, mit denen wir nach Korbach gereist sind, hätten wir nicht gedacht, dass wir ein so außergewöhnliches Spiel abliefern könnten. Der Einsatz, die Lauf- und auch Spielfreude jeder einzelnen meiner Akteurinnen war herausragend und macht Mut für die letzten beiden Spiele gegen Großenenglis II und Hombressen jeweils zu Hause. Einen Punkt hätten wir dennoch verdient gehabt, doch Martins zeigte am Ende, warum sie die Top-Torjägerin der diesjährigen Gruppenliga ist. Schade drum, aber wir lassen uns nicht unterkriegen."
Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Annika Boller, Jennifer Schnaudt, Kim Engelhardt - Pia Butterweck, Darline Bambey, Mona Rosenthal, Andrea Arrich (ab 70. Stefanie Viehmann), Lena Otto - Jasmin Neidel, Mareike Recke. Nicht zum Einsatz kamen: Eva Jüttemeier und Christina Kreuzer (großen Dank an euch beide, dass ihr euch nach vorherigen 90-minütigen Einsatz in der Zweiten noch für den personellen Notfall zur Verfügung gestellt habt)

23.04.16 TSV Obermelsungen - TSV Mardorf

GL: TSV Obermelsungen - TSV Mardorf    1:0 (1:0)
Im Schwalm-Eder-Derby der Frauenfußball-Gruppenliga unterlag der TSV Mardorf dem gastgebenden TSV Obermelsungen sehr unglücklich mit 0:1.
Vor der Partie war die Favoritenstellung ziemlich klar. Die Gastgeberinnen gewannen alle ihre Spiele in 2016, triumphierten im Hinspiel mit 9:0 und rangierten auf Platz vier, wo hingegen die Gäste auf den ersten Dreier des Jahres warteten. Doch die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen zeigten ein anderes Bild. Die Gäste überraschten die Heimelf mit einem mutigen, offensiven Spielstil. Die erste Möglichkeit besaß Obermelsungen in Person von Lisa Reichmann, doch ihr Freistoß flog nur ans Außennetz (5.) des von Yasmin Höse gehüteten Gästetores. Dies sollte für lange Zeit die einzige Torannäherung der Platzfrauen bleiben. Mardorf zeigte sich resoluter und cleverer in den Zweikämpfen und bekam die Oberhand im Mittelfeld. Die erste Gelegenheit besaß Antonia Freund nach Pass von Stefanie Viehmann, doch Gresa Gashi im Heimtor entschärfte den Flachschuss im Nachfassen (17.). Wiederum Gashi verhinderte bei einem wuchtigen Freistoß von Jasmin Neidel mit den Fingerspitzen einen Rückstand (29.). Obermelsungen schaffte es nicht, sich durchs Mittelfeld zu kombinieren und setzte vermehr auf lange Bälle Richtung Torjägerin Pia Karime. Diese waren eigentlich immer eine sichere Beute der Mardorfer Defensive. Eigentlich... Als die Nachspielzeit des ersten Durchgangs schon lief, segelte wiederholt ein langer Ball Richtung Karime. Diesmal waren sich die Abwehrspielerinnen der Gäste aber nicht einig, wer klären soll und Karime kam plötzlich in Schussposition und erzielte die überraschende Führung für Omeg (45.+1). In der Halbzeitpause appellierte Mardorfs Trainer Christian Kunz an seine Schützlinge, weiter mutig aufzutreten und den Ball laufen zu lassen. Dies taten sie dann auch und verschafften sich immer mehr Feldvorteile. Bis zum Strafraum der Platzfrauen spielte man teilweise einen sauberen Ball, doch der entscheidende Schlag fehlte noch. Obermelsungen zog sich immer weiter zurück und kam kaum zu Entlastungsangriffen. Immer wieder gewannen die Kunz-Schützlinge wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld und schalteten schnell um. Mona Rosenthal verzog in der 66. Minute nach einem Solo zu überhastet und Freunds Querpass fand keine Abnehmerin (70.). Kunz beorderte in den letzten zwanzig Minuten Verteidigerin Mareike Recke in den Angriff, was nochmal für einen Schub sorgte. Eine richtige Torgelegenheit sollte aber noch nicht rausspringen. Als die letzten Spielminuten angebrochen waren, intensivierte der Gast noch einmal die Angriffsbemühungen. In der 85. Minute hätte dann der Ausgleich fallen müssen. Freund schlug eine butterweiche Flanke an den Fünfmeterraum genau auf Recke, die aber jagte die Kugel volley am Kasten vorbei. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Die Nachspielzeit lief bereits, als die dritte Ecke innerhalb von zwei Minuten vor das Heimtor getreten wurde. Der Ball wurde an die Strafraumlinie geklärt, wo Annika Boller sofort abzog. Der mögliche Einschlag wurde von einem ausgestreckten Arm einer Obermelsunger Spielerin verhindert, doch zum Entsetzen der Gäste wurde nicht auf Strafstoß entschieden, sondern auf einen weiteren Eckball. Eine klare Fehlentscheidung!! Im Anschluss an diese Ecke besaß Karime bei einem Konter auf das leere Gästetor (Höse weilte im Omeg-Strafraum) die Möglichkeit zum 2:0, doch unter Bedrängnis von Pia Butterweck schoss sie vorbei. Letzten Endes bleib es beim äußerst glücklichen Heimsieg des TSV Obermelsungen, die weiterhin verlustpunktfrei in 2016 bleiben.
"Diesmal hat leider nicht die aktivere und bessere Mannschaft gewonnen oder zumindest noch ein Remis ergattert, sondern die glücklichere. Ich kann meinen Mädels auch keinen Vorwurf machen, denn sie haben ein tolles Spiel abgeliefert und meine Vorgaben fast perfekt umgesetzt. Leider wie so oft treffen wir das Tor nicht und stehen wieder mit leeren Händen da. Das ist frustrierend für die Spielerinnen und auch für mich, aber wir stecken jetzt den Kopf nicht in den Sand und probieren es nächste Woche wieder.", sagte Kunz nach der Partie.
 
Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Aline Mentel (ab 73. Lena Otto), Jennifer Schnaudt, Mareike Recke - Darline Bambey, Pia Butterweck, Mona Rosenthal, Antonia Freund, Andrea Arrich (ab 70. Annika Boller) - Stefanie Viehmann (ab 69. Kim Engelhardt), Jasmin Neidel

16.04.16 TSG Wilhelmshöhe - TSV Mardorf

GL: TSG Wilhelmshöhe - TSV Mardorf 3:0 (1:0)
Eine verdiente 0:3-Niederlage musste der TSV Mardorf beim Tabellenführer TSG Wilhelmshöhe hinnehmen. 
In den ersten 20 Minuten zogen die Gastgeberinnen ein wahres Powerplay auf. Mardorfs Defensive hatte Schwerstarbeit zu verrichten, doch man ließ nur eine Möglichkeit für die TSG zu. Katharina Batz schob das Leder aber am Pfosten vorbei (12.). Allmählich kam der Gast etwas besser ins Spiel. Lena Otto zwang Jasmin Schröder im TSG-Kasten mit einem gefährlichen Weitschuss zu einer tollen Parade (29.).
Drei Minuten später ging der Klassenprimus in Führung. Eine harte, flache Hereingabe von Außen lenkte Mareike Recke unglücklich ins eigene Tor (32.). Nach dem Pausentee wurden die Gastgeberinnen wieder druckvoller und profitierten innerhalb von acht Minuten von zwei individuellen Fehlern der Gäste. In der 55. Minute wurde ein Ball statt nach Außen in die Mitte vor das eigene Tor geklärt, wo sich Batz bedankte und zum 2:0 einschob. Auch dem dritten Gegentreffer ging eine "Vorlage" einer Mardorferin voraus. Lara Kühlewind nahm eine zu kurze Abwehr an der Strafraumlinie direkt und schoss das Spielgerät zum 3:0 unter die Latte (63.). Damit war das Spiel gelaufen und die Heimelf schaltete in den Verwaltungsmodus. Die Kunz-Schützlinge kamen dadurch zu mehr Ballbesitz und hatten in Person von Stefanie Viehmann nach einer tollen Kombination über Mona Rosenthal, Neuzugang Darline Bambey und Jasmin Neidel die Möglichkeit zum Ehrentreffer, doch Schröder entschärfte den etwas unplatzierten Abschluss sicher (78.). Somit blieb es schlussendlich beim verdienten 3:0-Sieg für den Aufstiegsanwärter. 
“Uns fehlt einfach in manchen Mannschaftsteilen die Erfahrung und das nötige Tempo, um gegen die Top-Teams der Liga dagegen zu halten. Teilweise sind meine Mädels “zu lieb”, wenn es um Zweikampfführung geht. Unser Gegner hat uns mit vielen versteckten Fouls und Unsportlichkeiten den Schneid abgekauft. Wir müssen schleunigst lernen, uns zu wehren, damit der Klassenerhalt machbar wird.”, sagte Mardorfs Übungsleiter Christian Kunz nach der Auswärtsniederlage.
Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Aline Mentel, Pia Butterweck, Mareike Recke - Lena Otto, Jennifer Schnaudt (ab 72. Johanna Röse), Antonia Freund, Annika Boller (ab 56. Darline Bambey), Jasmin Neidel - Andrea Arrich (ab 46. Mona Rosenthal), Stefanie Viehmann

09.04.16 TSV Mardorf - TSV Ellenberg

GL: TSV Mardorf - TSV Ellenberg    1:1 (0:0)
Als der Schlusspfiff des Gruppenliga-Derbys im Mardorfer "Mosenbergstadions" ertönte, konnte man das Geschehene im Lager der Gastgeberinnen nicht fassen. 90 Minuten berannte man das Tor der ersatzgeschwächten und in der zweiten Halbzeit nur noch mit zehn Spielerinnen agierenden Gäste, hatte nahezu 80 % Ballbesitz und verzeichnete gut und gerne zehn 100 %ige Torgelegenheiten. Doch am Ende stand ein enttäuschendes 1:1.
Offensiv aufgestellt startete die Heimelf immer wieder Angriffe über die beiden Außenpositionen. Antonia Freund besaß die erste große Möglichkeit, doch Ellenbergs Torfrau Katrin Münner parierte klasse (11.). Kurze Zeit später hatte sie bei einem Freistoß von Jennifer Schnaudt großes Glück, als ihr die Kugel durch die Hände rutschte und vom Pfosten gestoppt wurde (16.). Die Gäste sendeten nach 20 Minuten das erste offensive Lebenszeichen. Sabrina Lichte kam nach einer Ecke fünf Meter vorm Tor zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht im Netz unter. Nach 35 Minuten musste eigentlich Stefanie Viehmann die Mardorfer Farben in Führung bringen, doch alleinstehend vor Münner verzog sie deutlich. Im zweiten Durchgang, den die Gäste nach verletzungsbedingten Ausscheiden von Annette Krug nur noch zu zehnt bestreiten konnten, nahm die Überlegenheit der Gastgeberinnen immer mehr zu. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte erneut Viehmann das 1:0 auf dem Fuß als Münner einen Freistoß von Pia Butterweck nur abklatschen konnte, doch sie schoss am Tor vorbei (47.). Weiter ging es im munteren Torchancen versieben. Freund allein hatte drei Möglichkeiten, die allesamt ein Tor hätten nach sich ziehen müssen. In der 58. Minute schoss sie drüber, dann setzte sie einen Kopfball nach toller Viehmann-Flanke über das Tor (63.) und beim dritten Mal setzte sie den Ball aus sechs Metern am langen Pfosten vorbei (67.). Zehn Minuten vor Schluss dann endlich die vermeintliche Erlösung: Schnaudt brachte eine Ecke in den Strafraum, wo Butterweck aus dem Gewühl heraus brachial zum 1:0 einnetzte (80.). Der Bann schien gebrochen, die Gäste wirkten stehend KO und die Mardorferinnen ließen Ball und Gegner laufen. Jasmin Neidel hatte in der 85. Minute nach einem tollen Solo das 2:0 auf dem Fuß, schoss aber zu überhastet über die Querlatte. Man hatte nie das Gefühl, dass die drei Punkte in Gefahr wären, doch man versaute es sich plötzlich selbst. In der eigenen Hälfte vertändelte man völlig überflüssig den Ball und konnte nur auf Kosten einer Ecke die Situation bereinigen. Die Ellenberger Spielerinnen schleppten sich mit letzter Kraft in den Mardorfer Strafraum und erwarteten den hohen Ball von Melanie Holl. Diesen eher harmlosen Eckball unterschätzte Torfrau Yasmin Höse komplett, der Ball sprang Neidel anschließend unglücklich vom Oberkörper genau vor die Füße von Sandra Umbach, die zum Ausgleich abstaubte (88.). Jetzt war das geschehen, was in so vielen Fußballspielen der Welt immer wieder passiert: Nutzt du deine vielen Möglichkeiten nicht, wirst du am Ende bitterböse bestraft. Zwar versuchten die Platzfrauen in den verbleibenden Minuten noch das zweite Tor zu erzielen und besaßen auch einige vielversprechende Ansätze, doch das Spielgerät fand den Weg in Münners Kasten nicht mehr. So blieb es beim für die Mardorferinnen enttäuschenden 1:1. Die Gäste hingegen feierten den glücklichen Punktgewinn wie einen Sieg.
"Mir fehlen einfach die Worte. Es ist einfach nicht zu verstehen, wie man dieses Spiel nicht gewinnen konnte. Wir haben es größtenteils gegen einen sehr tief stehenden Gegner echt gut gemacht, erspielen uns einen Haufen Chancen und stehen am Ende mit einem mickrigen Punkt da. Uns fehlt einfach der Killerinstinkt vor dem Tor. Mir als Ex-Stürmer blutet bei diesen vergebenen Möglichkeiten regelrecht das Herz.", sagte Mardorfs Trainer Christian Kunz sichtlich enttäuscht und ratlos nach der Partie.
Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Aline Mentel, Pia Butterweck, Mareike Recke (ab 59. Annika Boller) - Jennifer Schnaudt, Lena Otto, Andrea Arrich (ab 74. Hannah Lepper), Johanna Röse (ab 46. Kim Engelhardt) - Antonia Freund, Jasmin Neidel, Stefanie Viehmann

02.04.16 SG Hombressen/U. - TSV Mardorf

GL: SG Hombressen/ Udenhausen - TSV Mardorf    4:0 (1:0)
Völlig chancenlos waren die Gruppenligafußballerinnen des TSV Mardorf im Nachholspiel in Hombressen.
Lediglich in den ersten zehn Minuten konnte man einigermaßen das Spiel offen halten und hatte durch Stefanie Viehmann die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. SG-Torfrau Deborah Warnecke vereitelte aber im 1 gegen 1 die Gästeführung (9.). Dies sollte der einzige Torschuss des TSV bleiben. Hombressen bestimmte das Spiel, hatte gefühlte 80% Ballbesitz und kam immer wieder teils ungehindert in den Mardorfer Strafraum. Torfrau Yasmin Höse zeigte ein ums andere Mal ihre Klasse, als sie Großchancen von Anna Passinger (10.), Luna Hartmann (12.) und Maja Wienand (25.) entschärfte. Weitere Gelegenheiten ließen die Gastgeberinnen teilweise kläglich in regelmäßigen Abständen aus. So musste ein Foulelfmeter herhalten, um die verdiente Führung zu erzielen. Aline Mentel traf bei einem Rettungsversuch nicht den Ball, sondern Passinger, so dass der Elfmeterpfiff folgerichtig war. Passinger selbst ließ es sich nicht nehmen, die Kugel zum 1:0 in die rechte, obere Ecke zu setzen (39.). So ging es mit einem schmeichelhaften 0:1-Rückstand für den TSV in die Pause. Man hoffte im Lager der Gäste auf Besserung in der zweiten Halbzeit, doch nach vier Minuten war die Messe gelesen. Miriam Stüer spazierte regelrecht mit Ball am Fuß durch die TSV-Abwehr und traf unhaltbar zum 2:0 (49.). Das Spiel entwickelte sich anschließend zu einer Trainingseinheit für die Gastgeberinnen. Die Kunz-Schützlinge kamen nur durch Befreiungsschläge mal in die gegnerische Hälfte, doch postwendend rollte der nächste SG-Angriff auf das Tor von Höse. Anna Schwarz erhöhte in der 64. Minute mit einem tollen Schlenzer den Spielstand auf 3:0. Das vierte Tor sollte dann ein Geschenk des Schiedsrichters sein. Nach einer Flanke gehen Kim Engelhardt und Passinger zum Ball, die Heimspielerin schubst Mardorfs Verteidigerin Richtung Ball, der ihr anschließend an den Arm springt. Ein Pfiff ertönt, aber es gibt nicht den fälligen Freistoß für Engelhardt, sondern zum Entsetzen der Gäste Handelfmeter. Alina Mickan nimmt das Geschenk gerne an und verwandelt sicher zum 4:0 (71.). Die restliche Spielzeit war ein ständiges Einüben von Spielzügen der Heimelf. Die Gäste sehnten den Schlusspfiff herbei und wurden nach 92 Minuten erlöst.
"Nicht die Niederlage an sich ärgert mich, sondern der Auftritt meiner Mannschaft. Auch wenn einige wichtige Spielerinnen fehlten oder der Platz in einem katastrophalen Zustand war (wobei ja beide Teams damit leben mussten), kann ich diese Leistung nicht akzeptieren. Einige Spielerinnen scheinen noch nicht verstanden zu haben, dass wir mitten im Abstiegskampf stecken und das dazu deutlich mehr gehört, als nur das Trikot überzustreifen. Ich werde in der kommenden Woche beobachten, wer sich im Training zeigt. Es steht das wichtige Heimspiel gegen Ellenberg an. Da werden Spielerinnen mit Herz und Wille gebraucht.", zeigte sich TSV-Coach Christian Kunz ziemlich angefressen nach der Partie.
 

 

Aufstellung TSV: Yasmin Hösen - Aline Mentel, Jennifer Schnaudt, Kim Engelhardt - Andrea Arrich (ab 63. Sophie Fröhlich), Franziska Roth (ab 22. Denise Schnatz), Annika Boller, Hannah Lepper, Mona Rosenthal (ab 22. Jasmin Neidel) - Johanna Röse, Stefanie Viehmann

20.03.16 TSV Haddamar - TSV Mardorf II

KLA: TSV Haddamar - TSV Mardorf II   0:3 (0:1)

Am 20.03.2016 spielte unsere zweite Mannschaft beim Tabellenschlusslicht TSV Haddamar.

Man verlegte das Spiel auf einen Sonntag, da die Gastgeberinnen mit ihren Männermannschaften in die Rückrunde starten wollten und um sich zu präsentieren.

Man merkte, dass die Spielerinnen des TSV Haddamar endlich ihr erstes Tor erzielen bzw. ihr erstes Spiel gewinnen wollten. Sie rechneten sich wohl aus, dass sie dies nur gegen unsere Mannschaft schaffen sollten.

Die erste Halbzeit ging auch sehr spannend los. Es ergaben sich auf beiden Seiten genügend Tormöglichkeiten,da unsere Mädels dem Gegner das Spiel sehr leicht gestalten ließen. Man ging nicht richtig in die Zweikämpfe und verlor den Ball durch schlecht gespielte Pässe zu oft.

Doch in der 28.Spielminute nahm sich unsere Stürmerin Sophie Fröhlich ein Herz und schlenzte den Ball aus 5 Meter über die bis hier hin wenig geprüfte Torhüterin zum 0:1 in die Maschen.

Mit dieser Führung ging man in die Halbzeit und man hoffte, dass unsere Mannschaft mit mehr Kampfgeist und Biss aus der Pause kommen würde.

Nach nur wenigen Minuten merkte man, dass wohl die richtigen Worte in der Halbzeitansprache gefunden wurden.

So belohnte man sich in der 50. Spielminute durch unsere Mittelfeldspielerin Andrea Arrich nach Kopfballablage von Jacky Dörrbecker, die die Kugel zum 0:2 in die lange Ecke zimmerte.

Weitere gut herausgespielte Torchancen blieben leider zunächst ohne Erfolg.

Sophie Fröhlich, Lena Preuß, Johanna Röse und Andrea Arrich scheiterten entweder an der Torhüterin oder am Aluminium.

In der 62.Spielminute brachte Sophie Fröhlich eine Ecke vor das Tor, wo Jacqueline Dörrbecker den Ball mit dem Bauch in das gegnerische Tor zum 0:3-Endstand bugsierte.

Die letzten 30 Minuten machte man dem Gegner das Spiel weiterhin nicht leicht, stand defensiv sehr sicher und zeigte phasenweise tolle Spielzüge. Ein Tor sollte aber nicht mehr fallen.

Zum Abschluss kann ich als Trainer der des TSV Mardorf II noch sagen, dass ich den Hut vor dem Neuling TSV Haddamar ziehe. Man sah die neue Spielweise und den besseren Fußball des Teams,was bestimmt auch vom neuen Trainer abhängig ist. Ich drück dem Team die Daumen,dass sie sich bald dafür belohnen können.

 

Es spielten:

Tor: Lea Aschenbrenner

Feld: Andrea Arrich,Annika Genuit, Christina Kreuzer, Dörthe Koch, Franziska Roth, JacquelineDörrbecker, Lena Preuß, Lisa Heßler, Lisa Frede, Pia Butterweck, SophieFröhlich, Johanna Röse und Theresa Nickel.

 

Bericht: Kevin Schnaudt

 

19.03.16 TSV Jahn Calden II - TSV Mardorf

GL: TSV Jahn Calden II - TSV Mardorf   1:1 (1:0)
Zum Rückrundenauftakt nach einer extrem langen Winterpause musste die Gruppenligamannschaft des TSV Mardorf bei der Regionalligareserve des TSV Jahn Calden antreten. Wie erwartet wurde der Gegner im Rahmen der Regeln durch Spielerinnen der Ersten verstärkt. Dies sah man von Beginn auch deutlich. Speziell Johanna Hildebrandt (Torjägerin des Regionalligateams) beschäftigte die Gästedefensive extrem. Im Mittelfeld bekamen die Kunz-Schützlinge überhaupt keinen Zugriff und standen teilweise meterweit von ihren Gegnerinnen entfernt, was diese durch schnelles Passspiel nutzten. So war es auch nicht verwunderlich, dass die ersten Möglichkeiten auf Caldener Seite waren. Doch Mardorfs Rückhalt Yasmin Höse zeigte, dass sie in guter Form war und behielt gegen Hildebrandt zunächst die Oberhand (4./11.). In der 17. Minute war es dann aber soweit. Freigespielt durch die zweite Regionalligaspielerin Annika Müller tauchte Hildebrandt erneut vor Höse auf und vollendete zum 1:0. Kunz stellte sein Team anschließend taktisch um, wodurch es zwar defensiv etwas besser wurde, aber die Überlegenheit der Heimelf nicht komplett stoppen konnte. In den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs befreite man sich dann langsam und startete endlich die ersten durchdachten Angriffsversuche. Torgelegenheiten sprangen zwar nicht raus, doch vielversprechende Ansätze waren zu sehen. Ein Rückschlag ereilte die Gäste Sekunden vor dem Halbzeitpfiff. Jasmin Neidel knickte ohne gegnerische Fremdeinwirkung um und verletzte sich am Sprunggelenk. Sie versuchte es im zweiten Abschnitt zwar nochmal, aber nach acht Minuten war für sie Feierabend. Wobei wir bei den Einwechslungen sind: Kunz brachte mit Kim Engelhardt und Stefanie Viehmann schon zur Halbzeit zwei frische Kräfte, die vor Tatandrang nur so sprühten. Auch Johanna Röse zeigte kurz später eine ansprechende Leistung in der Sturmmitte. Das ganze Team steigerte sich nach Wiederbeginn deutlich und zeigte, wie man solch einen Gegner stoppen kann. Kompromisslos im Zweikampf, sich gegenseitig helfend und mit der nötigen Ruhe nach Ballgewinnen erstritt man ein Duell auf Augenhöhe. Die Belohnung sollte nicht lange auf sich warten. Mona Rosenthal steckte den Ball zu Viehmann durch und die traf per Picke aus zwölf Metern zum Ausgleich (59.). Je länger das Spiel dauerte, desto mehr bauten die Platzfrauen konditionell ab. Einzig Hildebrandt, die noch zweimal an ihrem Alptraum Höse scheiterte (68./79.) und mit Abstrichen Esma Özdemir forderten die Mardorfer Defensive, die sich aber immer stabiler zeigte. Speziell Mareike Recke in ihrem ersten Pflichtspiel als Innenverteidigerin trieb Hildebrandt immer mehr zur Verzweiflung. Mardorf übernahm immer mehr das Spielgeschehen, legte im Tempo noch einmal merklich zu und wollte unbedingt gewinnen. Ein ums andere Mal mussten die Jahn-Verteidigerinnen mit riskanten Grätschen vor frei durchlaufenden Mardorferinnen klären. Die größte Möglichkeit zum Siegtreffer hatte Abwehrchefin Pia Butterweck nach einer Rosenthal-Ecke auf dem Kopf, doch sie zielte etwas zu hoch (82.). Am Ende stand dann ein über das ganze Spiel gesehen verdientes Unentschieden, mit dem beide Teams ganz gut leben können.
"Die Leidenschaft und der Wille der Mädels in der zweiten Halbzeit waren außergewöhnlich. So müssen wir weiter an die nächsten Spiele rangehen. Der womöglich längerfristige Ausfall von Kapitänin Meeny Neidel trifft uns hart, doch die Mannschaft wird das kompensieren. Man hat gesehen, dass jede einzelne Spielerin noch eine Schippe drauf gelegt hat. Das macht mich unheimlich stolz und zeigt einen tollen zusammenhalt.", sagte Mardorfs Trainer Christian Kunz nach der Partie.

 

Aufstellung: Yasmin Höse - Aline Mentel, Pia Butterweck, Mareike Recke - Jennifer Schnaudt, Lena Otto, Annika Boller (ab 46. Kim Engelhardt), Mona Rosenthal - Antonia Freund, Jasmin Neidel (ab 53. Johanna Röse), Hannah Lepper (ab 46. Stefanie Viehmann)

12.03.16 TSV Mardorf II - TSV Heiligenrode

KLA: TSV Mardorf II - TSV Heiligenrode

Am 12.03.2016 spielte unsere zweite Mannschaft gegen den zuletzt starken Gegner TSV Heiligenrode,dem man im Hinspiel mit einem deutlichen 0:7 unterlegen war.

Doch das Team gab sich kampfbewusst und wollte sich von dem Hinspielergebnis nicht einschüchtern lassen.

So ging man von Anfang an mit hohem Druck und starken Zweikämpfen in das Spiel.

In den ersten 10 min kam man zu sehr vielen Torchancen durch unsere Rechtsaußen Kim Engelhardt, die jedoch am Aluminium sowie an der starken Torhüterin scheiterte.

Doch in der 11. Spielminute dann das hochverdiente 1:0 von Mona Rosenthal durch einen platzierten Flachschuss.

Unsere Mädels drängten anschließend weiter auf das zweite Tor. Leider wurden die zahlreiche Torchancen von Sophie Fröhlich, Kim Engelhardt und Mona Rosenthal allesamt vergeben.

Der Gegner kam in der ersten Halbzeit nur zu einer Torchance, die durch unsere Torhüterin Yasmin Höse mit einer starken Parade vereitelt werden konnte. Dabei verletzte sie sich an ihrer Hand und musste in der 50. Spielminute dann leider doch ausgewechselt werden. Somit kam es zum Torwart-Debüt unserer eigentlichen Feldspielerin Dörthe Koch (früher mal TW), die sich sofort bereit erklärte, den Posten im Tor und die Herausforderung anzunehmen.

Das Spiel wurde im weiteren Verlauf härter und der Gegner wurde aggressiver in ihren Zweikämpfen. Dies musste besonders Mona Rosenthal sehr schmerzhaft erfahren, alssie von zwei Gegenspielerinnen in die Mangel genommen wurde. Nach ein paar Minuten konnte sie aber leicht angeschlagen weiter spielen.

Der Druck auf das gegnerische Tor ließ auch in der zweiten Halbzeit nicht nach und man gewährte dem Gegner keine großen Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer.

In der 86.Spielminute kam es dann leider doch zum bis hier hin völlig unverdienten Ausgleichstreffer der Gäste. Einen Torwartfehler nach einem Freistoß nutzte Heiligenrode eiskalt aus. Hierzu muss man sagen, dass man unserer Torhüterin Dörthe Koch keinen Vorwurf machen darf. Fehler passieren...

Doch auch der Ausgleich brachte die Mannschaft nicht davon ab, den Druck auf das gegnerische Tor zu erhöhen, um den Siegtreffer zu schießen. Leider ohne Erfolg und somit musste man sich nach 90 Minuten mit einem 1:1 zufrieden geben.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass sich unser Team viel mehr als nur gut verkauft hat und den Sieg mehr als verdient gehabt hätte. Man muss aber nun mal die vielen Torchancen auch nutzen.

Schlussendlich zählt aber doch nur das Ergebnis und somit behalten wir den einen Punkt in Mardorf. Erfreulich ist neben der Teamleistung auch das Comeback von Tatjana Bornmann, die nach 1 ½ Jahren stolze 50 Minuten durchgehalten hat.

Es spielten:

Tor : Yasmin Höse

Feld:Franziska Roth, Jacqueline Dörrbecker, Lisa Heßler, Jennifer Schnaudt, Lisa Frede, Mona Rosenthal, Hannah Lepper, Kim Engelhardt, Sophie Fröhlich, Eva Jüttemeier, Tatjana Bornmann, Dörthe Koch und Theresa Nickel.

 

Bericht: Kevin Schnaudt

05.03.16 TSV Odershausen - TSV Mardorf II

KLA: TSV Odershausen - TSV Mardorf II   6:1 (3:1)

Am gestrigen Samstag, den 05.03.16 begann die Rückrunde für unserer zweite Mannschaft gleich mal mit dem starkem Gegner TSV Odershausen, gegen den man im Hinspiel mit einem deutlichem 0:9 unterlegen war.

Die Anspannung war unseren Mädels deutlich anzumerken, dennoch sah man, dass der Kampfgeist in der ordentlichen Vorbereitung nicht zu kurz gekommen war.

Dies merkte man schnell in den ersten paar Spielminuten. Man ging keinem Zweikampf aus dem Weg und warf alles, was ging, zwischen Ball und Gegner. Sogar mit einer Kunstflugeinlage unserer Libera Jacqueline Dörrbecker, die im Fallen den Ball noch mit einem klasse Hackentrick abwehren konnte. Selbst die Führung hatte man vor Augen,doch Sophie Fröhlich scheiterte freistehend an der gegnerischen Torfrau (8.Minute).

Das Spiel wurde anschließend schneller und technisch stärker von den Gastgeberinnen. Man merkte dann leider unsere Schwäche und lies die ein oder andere Torchance der Gegnerinnen zu, die jedoch durch bärenstarke Reflexe unserer Torhüterin Lea Aschenbrenner entschärft wurden.

Dennoch musste auch sie nach einigen gut gehaltenen Bällen in der 21. und 26. Spielminute zwei Gegentore hinnehmen.

Der Kampfgeist aber blieb weiter ungebrochen und man spielte sich die ein oder andere Torchance heraus.

In der 35.Spielminute dann endlich der verdiente Anschlusstreffer durch Mona Rosenthal.Nach einem Abwehrfehler des Gegners fiel ihr der Ball vor die Füße. Ihr Direktschuss war an sich nicht wirklich gefährlich, doch spielte uns der sehr schlechte Zustand des Platzes in die Karten und der Ball sprang über die Arme der Torhüterin.

Leider mussten wir dann in der 44. Spielminute durch einen schönen Fernschuss das 3:1 in Kauf nehmen.

Die zweite Halbzeit ging unverändert weiter. Oft stand man in aussichtsreicher Position vor dem Tor des Gegners, blieb jedoch ohne erfolgreichen Abschluss.

Man merkte ab der 60. Spielminute dann, dass der Gegner doch von der Ausdauer überlegen war und die Luft dann so langsam bei einigen Mardorferinnen eng wurde.

Und so nutzte der Tabellenzweite die größer werdenden Räume und man musste leider in der 67.,80. und 92. Spielminute doch noch dreimal den Ball aus dem eigenen Netz holen.

So ging das Spiel letztendlich mit einem 1:6 verloren.

Dennoch kann ich als Trainer sagen, dass meine Mädels gekämpft haben bis zur letzten Minute. Die ein oder andere Spielerin hat mich sehr überrascht aufgrund ihrer sehr guten Leistung, so dass ich sagen kann, dass die Vorbereitung wohl doch ihre Früchte trägt.

Somit mein Fazit: Ich freue mich weiter darauf mit den Mädels zu trainieren, um die ein oder andere Kleinigkeit noch abzustellen und dann im nächsten Spiel wieder voll angreifen zu können.

 

Es spielten:

Tor : Lea Aschenbrenner

Feld:Jacqueline Dörrbecker, Kim Engelhardt, Sophie Fröhlich, Annika Genuit, Nina Jäger, Eva Jüttemeier, Dörthe Koch,Christina Kreuzer, Theresa Nickel, Lena Otto, Mona Rosenthal, Franziska Roth und Anna Sinning

 

Bericht: Kevin Schnaudt

07.11.15 TSV Mardorf - TSV Korbach

Gruppenliga: TSV Mardorf - TSV Korbach    0:5 (0:2)
Eine deutliche Niederlage mussten die Frauen des TSV Mardorf im letzten Heimspiel der Hinrunde gegen Tabellenführer TSV Korbach schlucken.
Defensiv eingestellt kamen die Gastgeberinnen gut in die Partie. Korbach tat sich zunächst schwer und hatte nach einer Viertelstunde großes Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach einem schwach abgewehrten Eckball kam Mardorfs Annika Boller frei zum Abschluss, doch ihr strammer Schuss wurde vor der Linie von einer Abwehrspielerin geblockt. Und das Glück sollte auch eine Minute später auf ihrer Seite sein, denn sie profitierten von einem Blackout der ansonsten guten Mardorfer Torfrau Yasmin Höse, die einen harmlosen Schuss von Lara Emde zum 0:1 passieren ließ (16.). Dieser Gegentreffer wirkte lähmend auf die Platzfrauen, denn nur sechs Minuten nach dem ersten Gegentor musste man das 0:2 hinnehmen. Nach einem fahrlässigen Ballverlust durch Aline Mentel im Mittelfeld wurde man klassisch ausgekontert und Carina Jesinghausen erhöhte freistehend für die Gäste (22.). Anschließend bestimmte Korbach die Partie, versäumte es aber, ein weiteres Tor bei guten Möglichkeiten nachzulegen. Die Kunz-Schützlinge fingen sich gegen Ende des ersten Durchgangs wieder und kamen fast zum Anschlusstreffer. Korbachs Torfrau Andrea Rohde lenkte aber einen wuchtigen Freistoß von Jasmin Neidel mit den Fingerspitzen über die Latte (43.). In der Pause nahm man sich auf Seiten des TSV Mardorf einiges vor und Kunz stellte offensiver auf. Doch das ganze Vorhaben wurde bereits nach zwei Minuten über den Haufen geworfen. Einen hohen Ball konnten weder Denise Schnatz noch Boller per Kopf klären, Emde schaltete am schnellsten und bediente Carolin Fölsner, die zum 0:3 vollstreckte (47.). Damit war der Drops gelutscht und die Gäste entschieden innerhalb von sechs Minuten endgültig die Partie. Vicky Maria Schreiber traf nach einem verunglückten Tiefabstoß der Mardorfer per Sonntagsschuss aus 30 Metern zum 0:4 (57.) und Lara Emde legte nach einer guten Einzelleistung das 0:5 nach (63.). In der Folgezeit schraubte der Favorit ein wenig das Tempo zurück, nur Top-Torjägerin Carlina de Matos Martins wollte noch unbedingt ihr zwölftes Saisontor erzielen, doch Höse vereitelte dies, als sie einen wuchtigen Kopfball der Angreiferin aus Nahdistanz klasse entschärfte (77.). So blieb es am Ende beim verdienten 0:5-Auswärtssieg des Tabellenführers.
"Wir haben uns für die gute Anfangsphase nicht belohnt und uns dann durch individuelle Fehler wieder selbst geschadet. Leider treffen meine Mädels oft die falsche Entscheidung und begünstigen so Gegentreffer. Aber ich kann ihnen nicht böse sein, denn, wie auch in Zierenberg, haben sie wieder leidenschaftlich gekämpft. Nur, das allein reicht gegen diese Gegner nun mal nicht.", sagte Mardorfs Trainer Christian Kunz nach der erneuten Niederlage.
Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Pia Butterweck (ab 38. Mareike Recke) - Denise Schnatz, Aline Mentel - Lena Otto, Andrea Arrich (ab 75. Christina Kreuzer), Antonia Freund, Johanna Röse (ab 55. Hannah Lepper), Annika Boller - Jasmin Neidel, Stefanie Viehmann.

17.10.15 TSV Zierenberg II - TSV Mardorf I

Gruppenliga: TSV Zierenberg II - TSV Mardorf    2:0 (0:0)
Am gestrigen Samstag verlor der TSV Mardorf in der Frauenfußball-Gruppenliga mit 0:2 beim Tabellenführer TSV Zierenberg II.
Personell arg gebeutelt zeigten die Mosenberg-Kickerinnen aber einen tollen Auftritt und trieben die Hessenliga-Reserve beinahe zur Verzweiflung. Von Trainer Kunz sehr defensiv eingestellt hielt der Gast die offensiv sehr starken Gastgeberinnen weitestgehend vom eigenen Tor fern und versuchten durch schnelle Konter ihr Glück. So hatte zwar Zierenberg annähernd 80 % Ballbesitz, aber richtig klare Torchancen sollten sie nicht zustande bringen. Bei einem Freistoß von Torjägerin Romina Morina kam der Primus einem Tor am nächsten, doch Torfrau Yasmin Höse konnte in Zusammenarbeit mit ihrer Kapitänin Jasmin Neidel ein Gegentor verhindern (18.). Ansonsten rannten, kämpften und verteidigten die Mardorfer Mädels leidenschaftlich und brachten ein torloses Remis mit in die Halbzeitpause. Der zweite Durchgang zeigte ein fast identisches Bild. Die Heimelf hatte den Ball, Mardorf verteidigte. Aber jetzt zeigte der Heim-TSV aber mehr Zug zum Tor. Sabrina Schwarz kam nach Vorarbeit von Morina freistehend zum Abschluss, doch Höse drehte die Kugel mit einer klasse Parade um den Pfosten (48.). Der Druck nahm zu und die Gäste machten jetzt Fehler. Kim Engelhardt ging ein wenig zu ungestüm in einen Zweikampf mit Morina, die das clever annahm und im Strafraum zu Boden ging. Morina selbst verwandelte den berechtigten Strafstoß sicher zum 1:0 (52.). Dies schien das erlösende Tor für Zierenberg zu sein und sie wollten nachlegen. Morina setzte sich sehr körperbetont im Strafraum ein und wurde bei einer Rettungsaktion von Höse unglücklich getroffen. Schiedsrichter Knabe entschied ein weiteres Mal auf Strafstoß. Diesmal trat Schwarz an, doch Höse machte ihren Fehler wieder gut und parierte den nicht schlecht geschossenen Elfmeter bravourös (60.). Diese Aktion gab ihren Vorderleuten wieder mehr Sicherheit. Zierenberg fiel wieder in das Muster des ersten Durchgangs zurück und rannte kopflos an. Diesmal ergaben sich aber richtig gute Kontergelegenheiten für die Gäste. Speziell die eingewechselte Mareike Recke schaffte durch beherzte Sprints immer wieder Entlastung und kreierte mit Stefanie Viehmann ein paar gute Ansätze zu Torgelegenheiten. Leider fehlte es im entscheidenden Moment an der fehlenden Präzision beim letzten Abspiel. Als sich das Spiel dem Ende näherte, setzte Kunz auf "Alles oder Nichts". Die defensive Haltung wurde aufgegeben und auf den Ausgleich gedrängt. Die Platzfrauen zeigten sich von der plötzlichen Offensive überrascht und machten defensiv Fehler. Bei einem Rückpass zeigte sich Heim-Torfrau Svenja Dürrbaum äußerst unsicher, Viehmann setzte nach, eroberte sich den Ball und wurde beim finalen Abschluss auf das verwaiste Tor im letzten Moment von Isabel Sonntag gestoppt. Die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich in der 90. Minute konnte leider nicht genutzt werden, was aber den Spielverlauf total auf den Kopf gestellt hätte. In der 94. Minute kam der Tabellenführer dann zur Entscheidung per Konter. Sarah Rueda drang über Außen in den Strafraum ein und wollte Schwarz bedienen. Mardorfs Annika Boller bugsierte das Spielgerät bei ihrem Rettungsversuch aber vorher unglücklich ins eigene Tor zum 2:0-Endstand.
"Trotz der Niederlage bin ich sehr stolz auf mein Team. Sie hat meine Vorgaben fast perfekt umgesetzt, hat um jeden Ball gefightet und war endlich wieder ein unbequemer Gegner. Wir haben die personellen Ausfälle mit einer tollen mannschaftlichen Geschlossenheit weggesteckt und Mardorfer Tugenden gezeigt. Natürlich ärgert es mich ein wenig, dass ein Strafstoß herhalten musste, um uns zu bezwingen, aber böse bin ich meinen Mädels deshalb nicht.", sagte Mardorfs Coach Christian Kunz im Anschluss an die Partie.
Aufstellung: Yasmin Höse - Pia Butterweck - Denise Schnatz, Aline Mentel (ab 75. Nina Jäger) - Jasmin Neidel, Annika Boller, Kim Engelhardt, Hannah Lepper, Johanna Röse (ab 62. Mareike Recke), Anna Sinning - Stefanie Viehmann.

10.10.15 TSV Mardorf I - TSV Obermelsungen

Gruppenliga: TSV Mardorf I - TSV Obermelsungen   0:9 (0:5)
Eine wahre Demontage erlebten die Gruppenligafußballerinnen des TSV Mardorf im Derby gegen den TSV Obermelsungen. Mit sage und schreibe 0:9 setzte es eine beinahe historische Niederlage im "Mosenbergstadion".
In der ersten Viertelstunde sah es danach aber keineswegs aus. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Antonia Freund die Führung für die Heimelf auf dem Fuß, doch Obermelsungens Torfrau Gresa Gashi konnte parieren. Mardorfs Trainer Christian Kunz war zufrieden mit den Anfangsminuten, aber was er in den folgenden 75 Minuten erlebte, hat er in seiner Trainerzeit so noch nicht erlebt. Obermelsungen steuerte durch drei Tore, die allesamt in die engere Auswahl zu "Pleiten, Pech und Pannen" gehören, auf die Siegerstraße (18./19./31.). Der Gastgeber war danach nicht mehr existent und zerfiel in alle Einzelteile. Nur der (trotz neun Toren) ungenügenden Chancenverwertung der Gäste ist es zu verdanken, dass das Ergebnis nicht weit in den zweistelligen Bereich ging. So fielen "nur" sechs weitere Tore in den Minuten 33, 45, 66, 84, 85 und 89. Die Torschützen kann man bei Interesse dem Obermelsunger Bericht oder auf fussball.de entnehmen.

Kunz war nach der Partie fast völlig sprachlos und desillusioniert: "Ich weiß nicht, was in den Köpfen der Spielerinnen abgegangen ist, aber so eine Leistung ist mit nichts zu entschuldigen. Ich bin dermaßen enttäuscht vom kompletten Team und hab mich noch nie so geschämt in meiner Trainerlaufbahn. Das muss ich erst einmal verarbeiten."

Aufstellung: Yasmin Höse - Andrea Arrich (ab 78. Julia Krug) - Kim Engelhardt, Denise Schnatz - Aline Mentel (ab 46. Stefanie Viehmann), Lena Otto, Antonia Freund (ab 66. Johanna Röse), Jasmin Neidel, Annika Boller - Hannah Lepper, Mareike Recke.

03.10.15 TSV Mardorf - TSG Wilhelmshöhe

Gruppenliga: TSV Mardorf - TSG Wilhelmshöhe    2:2 (1:1)
Ein spannendes, hitziges und teilweise hochklassiges Duell erlebten die Zuschauer im "Mosenbergstadion" zwischen dem TSV Mardorf und der TSG Wilhelmshöhe. Am Ende stand ein für das Heimteam etwas glückliches Unentschieden auf der imaginären Anzeigetafel. Dabei startete die Partie blitzsauber für das Heimteam. Anstoß TSV, langer Ball von Jasmin Neidel auf Antonia Freund, die den Ball an der heraus stürmenden Torfrau Lara Kühlewind vorbei ins Tor zum 1:0 köpfte. Keine zehn Sekunden waren da gespielt. Die Gäste zeigten sich aber keineswegs geschockt, sondern zogen ein schnelles, direktes Kombinationsspiel auf, dass die Gastgeber immer wieder vor Probleme stellte. Ein ums andere Mal musste Libera Pia Butterweck in letzter Sekunde die Angriffsbemühungen der Gäste stoppen. Ein wenig Glück kam auch noch hinzu, weil sich ein Freistoß von TSG-Angreiferin Nadine Viereck an die Latte senkte (26.). Mardorf versuchte mit zunehmender Dauer über Konter zu Chancen zu kommen, doch das letzte Abspiel war teilweise zu ungenau. Als alle mit der knappen, etwas glücklichen 1:0-Führung in die Pause gehen wollten, schlugen die Gäste gnadenlos zu und nutzten einen Defensivfehler des TSV zum 1:1. Viereck spielte Katharina Batz gekonnt frei, die überlegt zum Ausgleich einschob (45.). Durch diesen Rückschlag starteten die Platzfrauen etwas verunsichert in die zweite Halbzeit. Die Kurstädter erhöhten nochmals das Tempo. In der 49. Minute kamen sie beinahe zum 1:2, doch Annika Boller klärte mit einer wahnsinnigen Grätsche vor der einschussbereiten Ricarda Stern. Nach 55. Minuten mussten die Gäste zu zehnt weiterspielen, weil die zur Pause eingewechselte Carolina Ledesma Sanchez wieder das Feld verlassen musste und die Gäste keine weitere Ersatzspielerin zur Verfügung hatten. Doch das stoppte das temporeiche Spiel der TSG keineswegs. Trotz Überzahl verstanden es die Mardorferinnen nicht, das Spiel in den Griff zu bekommen und hatten ein weiteres Mal das Glück auf ihrer Seite. Batz setzte einen weiteren Freistoß an die Latte und Annika Pieper scheiterte im Nachschuss an einer phantastischen Parade von TSV-Torfrau Yasmin Höse (61.). Einige Minuten später dezimierte sich der Gast weiter. Die Ex-Großenengliserin Katrin Appel musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot den Platz verlassen (68.). Doch auch die doppelte Unterzahl wirkte sich nicht auf die Angriffsbemühungen der TSG aus. Immer wieder wurde die pfeilschnelle Batz gesucht und in der 78. Minute auch gefunden. Sie setzte sich gegen Freund und Höse durch und traf zum verdienten 1:2. Die Heimelf geschockt, gegen neun Spielerinnen im Rückstand, bisher ein schwaches Spiel abgeliefert, aber der Kampfgeist kehrte ins Team zurück. Begünstigt durch sich jetzt zurückziehende Gäste konnte man bessere Offensivaktionen starten. Man kam sogar zu einem toll herausgespielten Tor, doch Neidel stand beim Pass von Sophie Fröhlich einen Schritt im Abseits (87.). Doch man steckte nicht auf. Die sehr engagierte und wieder einmal läuferisch glänzende Mareike Recke konnte in der Schlussminute nur durch ein Foul gestoppt werden. 25 Meter Zentral vor dem TSG-Gehäuse legte sich Neidel die Kugel zurecht und versenkte sie wuchtig unter die Latte zum schmeichelhaften 2:2-Ausgleich (90.). Die Partie sollte aber noch lange nicht vorbei sein. Aufgrund von etlichen Unterbrechungen lief die 95. Spielminute. Wilhelmshöhe bekam 20 Meter vor dem TSV-Kasten einen berechtigen Freistoß zugesprochen, doch Viereck setzte das Leder knapp am linken Winkel vorbei. Anschließend ertönte der Schlusspfiff von Referee Tamer Cil, der ein schwer zu leitendes Spiel sehr gut im Griff hatte.
"Heute hatten wir das Glück und eine gute Torfrau auf unserer Seite. Die TSG präsentierte einen tollen, schnellen Fußball und hätte drei Punkte verdient gehabt. Selbst in doppelter Überzahl fanden wir kaum Lösungen, speziell Batz zu stoppen. Dennoch bin ich stolz auf mein Team, weil sie an sich glaubten und am Ende nochmals zulegen konnten. Ich bin sehr zufrieden mit dem (zugegeben) glücklichen Punkt.", sagte TSV-Trainer Christian Kunz abschließend.
Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Pia Butterweck - Denise Schnatz, Aline Mentel (ab 90. Johanna Röse) - Lena Otto, Antonia Freund, Kim Engelhardt, Annika Boller (ab 60. Andrea Arrich), Jasmin Neidel - Hannah Lepper (ab 75. Sophie Fröhlich), Mareike Recke.

19.09.15 TSV Mardorf - TSV Jahn Calden II

Gruppenliga: TSV Mardorf - TSV Jahn Calden II    4:3 (2:1)
Den ersten Saisonsieg im dritten Spiel fuhren die "Mosenbergkickerinnen" gegen die Reserve des TSV Jahn Calden ein.
Zu Beginn der Partie standen die Gäste aus Calden nur zu neunt auf dem Platz, da sich zwei Spielerinnen von ihnen nach Mardorf/ Amöneburg verirrt hatten. Diesen glücklichen Umstand konnten die Gastgeberinnen umgehend ausnutzen. Man spielte die doppelte Überzahl gekonnt aus und kam bereits in der vierten Minute durch Mareike Recke zum 1:0. Vorbereitet wurde der Treffer nach einem guten Spielzug über links durch Antonia Freund. Auch nach der Führung blieb man am Drücker und belagerte den Jahn-Strafraum minutenlang. Spielführerin Jasmin Neidel blieb es vorbehalten, mit dem 2:0 eine beruhigende Führung nach 14 Minuten herauszuschießen. Dass dies für das Spiel eminent wichtig sein sollte, zeigte sich im weiteren Spielverlauf. Direkt nach dem zweiten Treffer konnte Calden auffüllen und es ging mit elf gegen elf weiter. Mit jetzt vier Regionalligakickerinnen ausgestattet, starteten sie jetzt in die Offensive und kamen prompt zum Anschlusstreffer. Jaqueline Künzls 20-Meter-Kracher konnte Sandra Biele im Mardorfer Kasten noch grad so entschärfen, doch Marilyn Herrmann drückte den Abpraller über die Linie (20.). Vier Minuten später der nächste Rückschlag für die Kunz-Elf: Verteidigerin Aline Mentel musste mit einer Bauchmuskelverletzung das Feld verlassen, was Kunz zu Umstellungen zwang. Zum Glück griffen diese Umstellungen sofort und es gestaltete sich ein interessanter Schlagabtausch bis zur Halbzeit. Auf Seiten der Gastgeberinnen besaß Stefanie Viehmann die Möglichkeit auf einen Treffer, doch sie zögerte zu lang mit dem Abschluss (39.). Auch Calden wurde noch gefährlich, doch Herrmann verpasste einen Querpass von Künzl knapp (42.). In der Halbzeit warnte Trainer Christian Kunz seine Mädels vor einfachen Ballverlusten im Mittelfeld. Als ob er es geahnt hätte, ereignete sich kurz nach Wiederanpfiff genau so ein Ballverlust. Herrmann war die Nutznießerin und konnte bereits in der 48. Spielminute zum 2:2 ausgleichen. Kunz war sich noch am Ärgern über diesen Gegentreffer, da musste er gleich zum Jubeln wechseln. Direkt nach Anstoß fand ein langer Ball Viehmann, die sich auf Linksaußen stark durchsetzte und per Querpass in der Mitte Neidel fand, die die Kugel über die Linie grätschte - 3:2 (49.). Ein Tor, dass zu keinem besseren Zeitpunkt hätte fallen können. Denn Calden wirkte wie geschockt und rannte teils kopflos mit Einzelaktionen Richtung Mardorfer Strafraum. Die Heimdefensive stand aber sehr kompakt und genehmigte bis auf einige wenige Fernschüsse keine klaren Möglichkeiten. So kam es wie es kommen musste. Die Gäste rückten immer weiter auf und genehmigten so Räume zum Kontern. Neidel konnte den Raum einmal überragend nutzen und setzte Recke mit einem punktgenauen Pass hinter die Jahn-Abwehr in Szene. Das an diesem Tage lauffreudige "Duracell-Häschen" blieb gegen Jahn-Torfrau Sabrina Stemmer cool und schob per Pieke zum 4:2 ein (73.). Sollte das die Vorentscheidung sein? Mitnichten! In der 82. Minute bekam Calden einen Freistoß knapp 40 Meter vor dem Mardorfer Kasten zugesprochen. Künzl nahm sich der Sache an und hämmerte die Kugel mit brachialer Gewalt unhaltbar für Biele in den linken Winkel zum 4:3. Jetzt wurden es nervenaufreibende Schlussminuten für die Heimfans. Doch die Mardorfer Defensive meisterte jeden Versuch des Gegners problemlos und zeigte sich sehr clever. So schaukelte man die Führung über die Zeit und konnte sich über drei am Ende schwer verdiente Punkte freuen.
"Unser Vorteil war die Überzahl zu Beginn, die wir fantastisch mit den zwei Toren genutzt haben. Im restlichen Verlauf der Partie hat man gesehen, das Calden großes fußballerisches Potenzial mit den vier Regionalligaspielerinnen hatte. Aber mein Team hat mannschaftlich hervorragend zusammen gearbeitet und das wir auch sehr gute Fußballerinnen in unseren Reihen haben, konnte man deutlich sehen bei den Toren. Ich bin absolut zufrieden mit dem Spiel meiner Mädels und wahnsinnig glücklich über die drei Punkte.", sagte ein sichtlich stolzer Kunz nach der Partie.
Aufstellung: Sandra Biele - Pia Butterweck (ab 55. Johanna Röse) - Aline Mentel (ab 24. Hannah Lepper / ab 80. Lara Imberger), Denise Schnatz - Lena Otto, Andrea Arrich, Antonia Freund, Annika Boller, Jasmin Neidel - Stefanie Viehmann, Mareike Recke.

19.09.15 TSV Mardorf II - TSV Haddamar

Kreisliga A: TSV Mardorf II - TSV Haddamar    3:0 (0:0)
Grund zum Jubeln hatten die Spielerinnen der Mardorfer Reserve am vierten Spieltag der KLA. Gegen den Neuling aus Haddamar gelang ein verdientes 3:0 und somit der erste Saisondreier.
Von Beginn an war zu sehen, das die Heimelf die tonangebende Mannschaft sein wird. Die Gäste zogen sich weit zurück und warteten auf die Angriffe der Mardorferinnen. Die schafften es aber nicht, aus ihrem vielen Ballbesitz zählbares zu machen. Bis zum Strafraum sah es teilweise sehr gut aus, doch dann fehlte die nötige Entschlossenheit und Präzision beim letzten Pass. So blieben Torgelegenheiten fast gänzlich aus. Selbst beste Freistoßmöglichkeiten wurden im ersten Durchgang fahrlässig ausgelassen. Zu dem ungenauen Spiel kam zu allem Überfluss auch noch die Knieverletzung von Spielführerin Katharina Kling, die nach 15 Minuten raus musste und als Ballverteilerin fehlte. Mit 80 % Ballbesitz, aber einem enttäuschenden 0:0 ging es für die Gastgeberinnen in die Pause. Trainer Kevin Schnaudt scheint während der Unterbrechung die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mädels kamen energischer und zielstrebiger aus der Kabine. Allen voran zeigte jetzt Angreiferin Sophie Fröhlich ein anderes Gesicht. Kurz nach Wiederbeginn bekam sie im Strafraum den Ball, brachte sich in Schussposition und knallte das Leder zum überfälligen 1:0 unter die Latte (47.). Die Führung gab Selbstvertrauen und man kam zu vielen weiteren Möglichkeiten, doch entweder zielte man zu ungenau oder schloss zu überhastet ab. Die Entscheidung verschob sich daher auf die 74. Minute. Wieder war es Fröhlich, die ihre Farben jubeln ließ. Unter etwas Mithilfe der gegnerischen Torfrau trudelte das Spielgerät über die Linie zum 2:0. Das Highlight aus Mardorfer Sicht sollte sich in der 80. Minute abspielen. Nach einer cleveren Spielverlagerung kam der Ball zu Rechtsaußen Annika Genuit, die in überragender Thomas-Müller-Manier per Bogenlampe in die lange Ecke das 3:0 erzielte. Böse Zungen behaupten, der Ball wäre ihr beim Flanken über den Spann gerutscht, doch der Verfasser dieser Zeilen ist sich sicher, dass es pure Absicht war ;-)
 Egal wie man es sieht, ein schöneres erstes Tor im Fußballerleben kann man kaum erzielen. Glückwunsch Anni... Nicht unterschlagen werden soll die einzige Möglichkeit der tapferen Gäste. Nach einem Konter kam Janine Spohr frei zum Schuss, doch sie zielte Zentimeter am langen Pfosten vorbei (87.). Am Ende konnte Trainer Schnaudt zufrieden mit seiner Truppe sein und freute sich auch über das gute und erfolgreiche Comeback von Julia Krug nach über 18 Monaten Verletzungspause.
Kader: Yasmin Höse (TW), Theresa Nickel, Doreen Kempa, Franziska Roth, Kim Engelhardt, Katharina Kling, Meike Falk, Annika Genuit, Christina Kreuzer, Lena Preuß, Sophie Fröhlich, Julia Krug und Britta Ceglarek.

05.09.15 TSV Mardorf - TSG Fürstenhagen

TSV Mardorf I - TSG Fürstenhagen    3:3 (0:3)
Im ersten Spiel der neuen Gruppenligasaison zwischen dem TSV Mardorf und Aufsteiger TSG Fürstenhagen erlebten die zahlreichen Zuschauer im "Mosenbergstadion" zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten.
Die Gäste aus HeLi übernahmen nach kurzer Abtastphase komplett das Spielgeschehen auf dem Rasen. Die Heimelf kam überhaupt nicht in die Zweikämpfe, spielte pomadig und ohne jeglichen Mumm einen katastrophalen Fußball. Die TSG ließ den Ball gut laufen und stand defensiv sehr sicher, kam aber nicht zu zwingenden Torgelegenheiten. Erst ein Blackout in der TSV-Defensive gestattete die Führung. Nach einem Eckball gab es einige Slapstick-Aktionen im Strafraum, was darin mündete, dass Sabrina Reuss unbedrängt zum 0:1 abstauben konnte (21.). Nur sechs Minuten später senkte sich ein eher harmloser 30-Meter-Freistoß von Isabell Vieira über die schlecht positionierte Torfrau Sandra Biele zum 0:2 in die Maschen (27.). Nach einer halben Stunde dann schien die Partie entschieden zu sein. Reuss konnte dank Untätigkeit ihrer Gegenspielerin Antonia Freund per Drehschuss aus 18 Metern zum 0:3 erhöhen (30.). Auch dieser Treffer war nicht ganz unhaltbar. Die Gastgeberinnen hatten anschließend ihre beste Möglichkeit durch Stefanie Viehmann, doch TSG-Rückhalt Alana Christl verhinderte ein Gegentor mit einer Glanztat (32.). Nach einer indiskutablen ersten Hälfte verabschiedeten sich die TSV-Kickerinnen in die Kabine. Aussagen von Ohrenzeugen lassen vermuten, dass es dort nicht gerade ruhig zuging und Trainer Christian Kunz die passenden Worte gefunden haben muss. Denn, was seine Spielerinnen im zweiten Durchgang boten, sollte eine der besten Halbzeiten der letzten Jahre werden. Von Beginn an stand eine Mannschaft mit komplett veränderter Körpersprache auf dem Feld. Jeder Zweikampf, jeder Lauf, jeder Pass wurde mit unbändigen Willen ausgeführt. Fürstenhagen zeigte sich beeindruckt und begann Fehler zu machen, die innerhalb von acht Minuten bitterböse bestraft wurden. Zunächst fand Jasmin Neidel mit einem zentimetergenauen Steilpass Viehmann, die zum 1:3 vollendete (55.). Vier Minuten später wurde Yasmin Höse im Anschluss an einem Eckball im TSG-Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß schoss Neidel unhaltbar zum 2:3-Anschlusstreffer ein (59.). Jetzt drehte sich die Partie völlig. Wieder nur vier Zeigerumdrehungen nach dem Anschluss drang Viehmann in den Strafraum ein und wurde unsanft von TSG-Libera Angelique Störmer von den Beinen geholt. Wieder zeigte der sehr gut leitende Schiedsrichter Hagen Dietz aus Melsungen auf den Punkt. Neidel trat erneut an und verwandelte souverän zum 3:3 (63.). Die Gäste wirkten geschockt und brachten offensiv nichts mehr zu Stande. Mardorfs Mittelfeld um Lena Otto, Kim Engelhardt, Freund und Annika Boller beherrschte nun die Partie und die Abwehr um Pia Butterweck, Aline Mentel und Denise Schnatz meldete die TSG-Offensive völlig ab. Obendrein drehte Neidel nach ihren beiden Toren mächtig auf. Immer wieder wurden die Stürmerinnen Mareike Recke und Viehmann geschickt eingesetzt. Recke bekam die große Chance zur Führung als sie aus guter Position nur den Außenpfosten traf (67.). Antonia Freund hatte als nächste die Führung auf dem Fuß, doch nach tollem Solo schoss sie direkt in die Hände von Christl (72.). Die Kunz-Schützlinge spielten sich in einen wahren Rausch, öffneten aber oft zu sehr die Defensive. So war es TSG-Torjägerin Sarah Kupfer, die beinahe die überraschende Gästeführung herbei schoss. Doch mit vereinten Kräften bekam man den Ball aus der Gefahrenzone (78.). Die Schlussphase sollte an Spannung kaum zu überbieten sein. Neidel setzte einen 25-Meter-Freistoß nur an die Querlatte (82.) und Viehmann schoss den Ball Zentimeter am Pfosten vorbei (89.). In der sechsten Minute der Nachspielzeit bekam der Gast einen letzten Eckball. Über Umwege kam der Ball zu Reuss am Fünfmeterraum, aber ihr Kopfball senkte sich nur auf die Latte des TSV-Kastens. Wenige Sekunden später beendete Dietz eine intensive und emotional wechselhafte Partie.
"Was meine Mädels in der zweiten Halbzeit zeigten, ringt mir großen Respekt ab. Nach einer mannschaftlich desolaten ersten Halbzeit noch einmal den Hintern so hoch zu bekommen und einen drei-Tore-Rückstand fast noch in einen Sieg zu drehen, zeugt von einer tollen Moral. Dennoch darf sich eine Leistung wie im ersten Durchgang so nicht wiederholen. Darüber muss gesprochen werden.", sagte Mardorfs Coach Kunz sichtlich gezeichnet nach diesem nervenaufreibenden Duell an seinem 36. Geburtstag.
Aufstellung TSV: Sandra Biele - Pia Butterweck - Yasmin Höse (ab 59. Denise Schnatz), Aline Mentel - Lena Otto, Antonia Freund, Annika Boller (ab 85. Christina Kreuzer), Kim Engelhardt, Jasmin Neidel - Stefanie Viehmann, Mareike Recke.

05.09.15 TSV Mardorf II - TSV Odershausen

TSV Mardorf II - TSV Odershausen    0:9 (0:7)
Im zweiten Spiel der Saison stießen die TSV-Kickerinnen gegen den Meisterschaftsfavoriten aus Odershausen erstmals an ihre Grenzen. Gegen das Offensivfeuerwerk der Gäste im ersten Durchgang stand man fast immer auf verlorenen Posten. Auch Torfrau Lea Aschenbrenner erwischte in ihrem ersten Pflichtspieleinsatz bei den Frauen eine gebrauchte Anfangsphase. Beim 0:1 von Dania Haupt (6.) war sich noch chancenlos, doch die drei folgenden Treffer muss sie auf ihre Kappe nehmen. Wiederum Haupt (8.), Svenja Keultjes (10.) aus 50 Metern (!) und Mara Kleinert (13.) schraubten das Ergebnis auf 0:4. Jetzt fing sich die Heimelf allmählich und auch Aschenbrenner legte ihre Nervosität ab und wurde zu einem starken Rückhalt. Lena Preuß besaß die große Möglichkeit zum 1:4, doch zunächst scheiterte sie an Anna Lena Schestag und setzte den Nachschuss über den Kasten (18.). Anschließend übernahmen die Gäste wieder das Kommando und legten bis zur Pause noch drei Treffer nach. Zunächst traf wieder Kleinert (21.), dann schoss die Ex-Caldenerin Lara Korndörfer zum 0:6 ein (27.). Kurz vor dem Seitenwechsel stellte Kora Haupt den Halbzeitstand von 0:7 her (44.). Im zweiten Durchgang fanden die Platzfrauen dann defensiv ein Mittel gegen die starke Gästeoffensive und konnten auch offensiv den ein oder anderen Nadelstich setzen, leider ohne das erhoffte und verdiente Ehrentor zu erzielen. Die größte Chance besaß Lisa Bartl nach einem schönen Pass von Theresa Nickel, doch Schestag war Endstation (84.). Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aber nochmals zweimal den Weg zum Torerfolg gefunden. Kora Haupt netzte in der 75. und 79. Minute zum finalen Ergebnis von 0:9 für den Tabellenführer ein. Trotz diese Niederlage sollte man aber im Mardorfer Lager nicht die Köpfe hängen lassen, sondern sich an der teilweise sehr guten Defensivleistung der zweiten Halbzeit hochziehen.
Kader Mardorf: Lea Aschenbrenner, Jacqueline Dörrbecker, Lisa Heßler, Dörthe Koch, Meike Falk, Annika Genuit, Katharina Kling, Theresa Nickel, Franziska Roth, Lisa Bartl, Lena Preuß, Lisa Frede, Doreen Kempa und Sophie Fröhlich.

29.08.15 SG Bad Zwesten/Urfftal - TSV Mardorf II

KLA: SG Bad Zwesten/Urfftal - TSV Mardorf II   2:2 (0:1)

Am gestrigen Samstag ging endlich die neue Saison für unsere zweite Mannschaft los.

Man hatte gleich zu Anfang ein schweres Los gegen die SG Bad Zwesten/Urfftal, die in der letzten Saison einen souveränen 3.Tabellenplatz mit 129 geschossenen Toren sichern konnte.

Dennoch ließen sich unsere TSV-Damen nicht davon beeindrucken und gingen das Spiel mit bissigen Zweikämpfen und großer Spiellust an. Man setzte sie von Anfang an unter Druck und überstand gegnerische Angriffe schadlos.

Dann kam die 30. Spielminute: Nach einem Traumpass von Denise Schnatz konnte Mareike Recke sich durch die ganze gegnerische Abwehrkämpfen und brachte unsere Damen verdient mit 0:1 in Führung.

Man ließ danach nicht locker und ging weiter mit Druck auf das gegnerische Tor, doch leider ohne richtigen, gezielten Torabschluss. So ging man mit einer 0:1-Führung im ersten Spiel in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit ging gleich gut los für unsere Mannschaft. Nach einem weiten Hochabschlag unserer Torfrau Sandra Biele konnte wiederum Recke unter Mithilfe der tiefstehenden Sonne den Ball über die gegnerische Torfrau lupfen und so zur verdienten 0:2-Führung in der 46. Spielminute erhöhen.

Man merkte anschließend durch verletzungsbedingte Wechsel, dass unsere Mädels einen Moment brauchten, um sich wieder zu finden. Dies nutze Zwestens Toptorjägerin Doreen Kobylka aus und schoss das 1:2 in der 62. Spielminute.

Doch unser Team fing sich nach wenigen Minuten ärgern über das Gegentor wieder und spielte mit hohem Einsatzwillen weiter. Immer wieder fütterte man unseren Sturm mit langen Bällen, um die Führung weiter auszubauen, doch leider kam es nicht dazu.

Ab der 75. Spielminute kam dann die SG wieder besser ins Spiel und belohnte sich auch kurz darauf in der 81. Spielminute nach einem Solo von Kobylka mit dem 2:2-Ausgleich.

Das Spiel wurde in den letzten Minuten aggressiver und härter und man musste die eine oder andere Torchance des Gegners noch in Kauf nehmen. Doch unsere Abwehr um Torfrau Sandra Biele konnte mit Können und etwas Glück immer wieder klären.

So brachte man das 2:2 über die 90 Minuten und nahm verdient einen Punkt aus dem ersten Spiel der neuen Saison mit nach Hause.

Zum Schluss bleibt mir als Trainer nur zu sagen, dass ich mit eurem Kampfgeist mehr als zufrieden bin und mich auf die nächsten Spiele freue. Ich hoffe, dass noch der ein oder andere Punkt mit dazu kommt.

Es spielten: Sandra Biele (TW), Franziska Roth, Christina Kreuzer, Pia Butterweck, Mareike Recke, Denise Schnatz, Lena Preuß, Katharina Kling, Meike Falk, Annika Genuit, Jacqueline Dörrbecker, Lisa Heßler, Theresa Nickel und Lara Imberger.

(Bericht: Kevin Schnaudt)

 

Nächste Trainings:

Di, 20.02.    19.00 Uhr

Training in Mardorf oder Halle Homberg

Do, 22.02.    19.00 Uhr

Training in Mardorf oder Halle in Homberg

Sa, 24.02.    20.00 Uhr

JHV TSV Mardorf im Kartoffel-Eck

So, 25.02.    14.00 Uhr

Testspiel gegen SG Gansbachtal in Mardorf

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