27.05.17 TSV Jahn Calden II - TSV Mardorf

GL: TSV Jahn Calden II - TSV Mardorf   2:1 (2:1)
Der Trend der Rückrunde der Mardorfer Fußballerinnen setzte sich im letzten Saisonspiel in Meimbressen fort. 
Die Gastgeberinnen traten nur mit zehn Spielerinnen an, war aber zu Beginn die deutlich bessere Mannschaft, da offensiv die regionalligaerprobten Marilyn Hermann, Esma Özdemir und Alena Ohm ein hohes Tempo vorlegten. So führte ein Doppelschlag zur schnelle 2:0-Führung (15. + 18.). Zuerst drückte Özdemir einen Querpass von Ohm über die Linie, anschließend lenkte Mardorfs Catharina Baun eine Özdemir-Ecke unglücklich ins eigene Tor. Herrmann vergab obendrein noch zwei sehr gute Möglichkeiten. Die hitzebedingte Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit kam den Gästen dann sehr gelegen, da man bis dahin noch kein Bein auf den Boden bekam. Nachdem es weiterging, änderte sich auch das Auftreten der Kunz-Elf. Jasmin Neidel prüfte aus der Distanz Jahn-Torfrau Fabienne Schlieper, die den Ball noch gerade so aus dem Winkel angelte (27.). Die anschließende Ecke von Mona Rosenthal brachte den Anschlusstreffer. Johanna Röse legte vorm Tor auf Neidel zurück, die sicher zum 2:1 traf (28.). Bis zur Pausenerfrischung blieb es ein abwechslungsreiches Duell.
Nach dem Seitenwechsel zog sich Calden weit zurück und überließ den Gästen den Ball. Genau da wurden dann die Probleme im Mardorfer Angriffsspiel deutlich. Bis 30 Meter vor das gegnerische Tor war soweit alles gut, doch dann fehlten die Ideen, die Genauigkeit und schlichtweg das Können, eine gut organisierte Defensive vor Probleme zu stellen. Caldens Abwehrchefin Rebecca Trabert entschärfte mit all ihrer höherklassigen Erfahrung fast jeden Versuch der Gäste. Nur einmal, als sie angeschlagen am Boden lag, gelang ein vernünftiger Angriff der Gäste. Röse steuerte alleine auf Schlieper zu, setzte den Ball aber über den Kasten (77.). In den letzten Minuten brachten noch einige Standardsituationen etwas Unruhe im Jahn-Strafraum, aber zu einem richtigen Abschluss kam die Mardorfer Offensive nicht mehr. So blieb es beim knappen, aber letztendlich verdienten Sieg der Caldenerinnen.
"Es ist natürlich enttäuschend, dass wir die Saison als Vorletzter beenden, obwohl wir eine gute Hinrunde gespielt haben. Aber im heutigen Spiel kamen alle unsere Probleme zum Vorschein. Vor Gegentoren passieren uns immer wieder haarsträubende Fehler und offensiv fehlen uns Ideen und Lösungen. Einsatz und Wille haben gestimmt, aber nur damit reicht es einfach nicht. Natürlich könnte man auch die ganzen langfristigen personellen Ausfälle als Grund nehmen, aber das wäre mir jetzt zu einfach. Wir müssen nach der Sommerpause hart arbeiten, damit es nächste Saison besser wird.", sagte Mardorfs Coach Christian Kunz.

 

Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Aline Mentel, Pia Butterweck, Mareike Recke - Catharina Baun, Annika Boller (ab 78. Laura Höpfner), Antonia Freund, Johanna Röse - Jasmin Neidel, Mona Rosenthal - Stefanie Viehmann 

20.05.17 TSV Mardorf - TSV Zierenberg II

GL: TSV Mardorf - TSV Zierenberg II   0:3 (0:2)

Im letzten Heimspiel der Saison musste man erneut eine Niederlage hinnehmen.

Gegen die Hessenligareserve des TSV Zierenberg waren die Vorzeichen schon schlecht. Neben den vielen langfristigen Ausfällen fiel auch noch Jasmin Zenker kurzfristig aus dem Kader. Trotzdem entschuldigt das alles nicht die Schläfrigkeit in der Anfangsphase. Bereits nach zwei Minuten konnten die Gäste in Führung gehen. Nadine Schwarz drang mühelos in den Strafraum ein und ließ Laura Höpfner mit einem Schuss unters Tordach keine Abwehrchance. Die Heimdefensive hatte im weiteren Verlauf immer wieder Probleme mit den quirligen, technisch beschlagenen Offensivkräften der Gäste. Auch das Mittelfeld arbeitete nicht gut nach hinten und so kam es, dass Sabrina Schwarz in der 28. Minute erhöhen konnte, als sie einen Schritt schneller war als Höpfner. Der TSV-Rückhalt verletzte sich dabei, konnte aber nach einiger Behandlungszeit weiterspielen. Wer auf Torannäherungen der Heimelf hoffte, musste sehr lange warten. Offensiv fand man fast gar nicht statt, weil man teilweise ideenlos die Bälle nach Vorne drosch, anstatt den gegebenen Platz mit sicherem Passspiel zu überbrücken. So bleib es beim 0:2 aus Sicht der Gastgeberinnen zur Pause.

Im zweiten Durchgang sah man eine Leistungssteigerung beim Kunz-Team. Kämpferisch legte man eine Schippe drauf, spielerisch wurde es auch etwas besser. In Nähe des gegnerischen Strafraums jedoch fehlten die zündenden Ideen. Vielleicht wäre noch was möglich gewesen, wenn Jasmin Neidel einen Eckball von Mona Rosenthal per Kopf im Tor untergebracht hätte, statt knapp daneben zu zielen (49.). Denn nur drei Minuten später besorgten die Gäste schon den Endstand. Romina Morina nutzte einen Blackout von Höpfner und schob die Kugel zum 0:3 über die Linie (52.). Anschließend mutierte das Spiel zu einem lauen Sommerkick. Die Gästespielerinnen verzettelten sich mehr und mehr in Einzelaktionen und die Gastgeberinnen waren um Schadensbegrenzung bemüht. Drei erwähnenswerte Szenen gab es noch. Zuerst rettete Höpfner spektakulär gegen Morina und machte schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Torpfosten (69.)und einige Minuten später zischte ein Fernschuss von Stefanie Viehmann um Zentimeter am Winkel des Zierenberger Gehäuses vorbei (75.). Dritter Höhepunkt war dann die Einwechslung von Kelly Möller, die nach fast zweijähriger Verletzungspause wieder auf den Rasen zurückkehrte und wie eh und je Einsatzfreude demonstrierte. Am Ende konnte sie aber auch nicht zaubern und eine Wende herbei führen und so blieb es bei der fünften Heimpleite der Saison.

"Gegen eine extrem variable und talentierte Zierenberger Offensive war diesmal nicht viel drin. Es kommen schwere Zeiten auf den TSV Mardorf in der Gruppenliga zu. Das haben die letzten Spiele gezeigt. Jetzt liegt es an den Mädels, was sie in der nächsten Saison leisten wollen, wozu sie bereit sind. Ich werde sie weiterhin mit ganzem Herzen begleiten, aber nicht mehr alles hinnehmen.", sagte ein sichtlich nachdenklicher Christian Kunz nach Abpfiff.

 

Aufstellung Mardorf: Laura Höpfner - Aline Mentel, Pia Butterweck, Catharina Baun - Antonia Freund, Mona Rosenthal (ab 75. Kelly Möller), Annika Boller, Johanna Röse (ab 46. Yasmin Höse), Jasmin Neidel - Mareike Recke, Stefanie Viehmann

20.05.17 TSV Mardorf II - TSV Haddamar

KLA: TSV Mardorf II - TSV Gut Heil Haddamar 6:0 (3:0)

Bei angenehmen Temperaturen konnte die zweite Mannschaft des TSV Mardorf im letzten Heimspiel der Saison glänzen. Sie bezwangen die Elf aus Haddamar deutlich.

Man ging als Favorit in dieses Spiel. Doch zu Beginn der Partie fand die Heimelf im Mosenbergstadion nicht richtig ins Spiel. Man tat sich schwer mit dem einfachen Passspiel. Doch dies hielt zum Glück nur die ersten zehn Minuten des Spiels an. Ab diesem Zeitpunkt zeigte man fußballerisch eine gute Leistung. Nachdem Lisa Heßler noch einen Ball knapp vor der Torauslinie erlaufen konnte, schlug sie eine schöne Flanke vor das Tor. Diese konnte die Torfrau abwehren, doch Stürmerin Sophie Fröhlich stand goldrichtig und konnte den Ball gezielt zur 1:0 Führung ins Tor köpfen (14. Spielminute). Die Führung gab Auftrieb, man wollte mehr. So war man vor dem gegnerischen Tor von Lisa Amrhein immer wieder präsent. Abwehrspielerin Franziska Roth konnte dann nach 20 Minuten glänzen. Bei einer Ecke etwas mit nach vorne gerutscht, stand sie nach einem Abpraller ca. 20 Meter vor dem Tor und trat einfach gegen den Ball. Dieser kam präziser als gedacht aufs Tor und fiel zwischen Torfrau und Latte ins Netz (20.Spielminute). Am Vorabend schien sie gutes Zielwasser getrunken zu haben... Die Mädels vom TSV Mardorf blieben weiterhin am Drücker. Selten ließ man die Gäste lange in Ballbesitz. Die Abwehr um Libera Yasmin Höse hatte die Offensive der Gäste komplett im Griff.

Bereits sechs Minuten nach der 2:0 sollte das 3:0 folgen. Lea Rübenstahl ergatterte sich, wie so oft in diesem Spiel, den Ball im Mittelfeld, lief ein paar Meter und spielte einen guten Pass in die Gasse auf ihre Stürmerkollegin Fröhlich. Diese setzte sich ohne Probleme gegen die Abwehr durch und erzielte gekonnt das 3:0 (26. Spielminute). Mit dem richtigen Einsatz konnte man die 3:0-Führung mit in die Pause nehmen.

Nach Anpfiff der zweiten Halbzeit hatte man das Spiel weiterhin im Griff. Immer wieder konnte man mit gut herausgespielten Torchancen die Hoffnung auf eine Erhöhung des Spielstands haben. Diese allerdings sollte eine Spielerin der Gäste erzielen. Wieder einmal eine Ecke, bei der Libera Höse mit in der 16er ging, wurde gut geschlagen von Fröhlich. Höse kam per Kopf an den Ball, dieser fiel zwei Meter vor dem Tor zu K. E. Buschmann, die den Ball klären wollte, ihn aber im eigenen Netz versenkte (61. Spielminute). Das Mittelfeld um Kapitänin Eva Jüttemeier stand nach hinten sicher und wollte auch vorn angreifen. So setzte sich Annika Boser gegen zwei Leute durch, blieb allerdings an der Torfrau mit dem Ball hängen, doch dieser prallte ab und Linksfuß Lara Imberger konnte den Ball ins leere Tor schießen (62. Spielminute). Immer wieder war es Lea Rübenstahl, die im Spiel glänzte und Akzente setzen konnte. Sie arbeitete viel mit zurück, erkämpfte viele Bälle und war immer in Bewegung und Anspielbar. Leider konnte sie sich dafür nicht mit einem Tor belohnen. Aber ein Tor sollte zugunsten der Heimelf noch fallen, wieder unter gütiger Mithilfe der gegnerischen Mannschaft. Christina Kreuzer setzte sich im Mittelfeld durch, nahm allen Mut zusammen und schoss aus gut 20 Metern aufs Tor. Diesmal war es Sarah Herzog, die Pech hatte und den Ball ins eigene Tor lenkte (86. Spielminute). Dies war dann letztlich der verdiente 6:0-Endstand.

„Ich bin sehr glücklich über dieses Ergebnis. Die Mädels haben über weite Strecken des Spiels gezeigt, was in ihnen steckt. Es gab schöne Kombinationen, es wurde gekämpft und geackert. Die gesamte Mannschaft war immer konzentriert und ehrgeizig. Ein schönes Spiel zum Ende der Saison. Das sind Leistungen, auf denen man aufbauen kann. Nächste Woche wartet als Abschluss noch ein schwieriges Spiel gegen Grebendorf. Aber auch dort fordere ich wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung!“, hielt Trainerin Sandra Biele nach dem Spiel fest.

Es spielten: Lea Aschenbrenner – Yasmin Höse, Franziska Roth, Nina Jäger – Eva Jüttemeier, Annika Boser, Christina Kreuzer, Lara Imberger, Lisa Heßler (Theresa Nickel) – Lea Rübenstahl, Sophie Fröhlich

 

Bericht: Sandra Biele

13.05.17 TSV Obermelsungen - TSV Mardorf

GL: TSV Obermelsungen - TSV Mardorf 5:2 (2:2)

Im Derby in Obermelsungen setzte es für die TSV-Mädels eine deutliche Niederlage, durch die man wieder auf den vorletzten Tabellenplatz rutschte.

Von Beginn an machten die Gastgeberinnen, die noch um die Aufstiegsrelegation kämpfen, mächtig Druck. Beide Omeg-Außenspielerinnen bekam man anfangs nicht in den Griff und so kamen viele Flanken gefährlich vor das von Laura Höpfner gehütete Tor, die aber keine Abnehmerin fanden. Nach gut 20 Minuten, die man schadlos überstanden hatte, zeigten sich die Kunz-Schützlinge auch mal offensiv. Nach einer Freistoßflanke von Stefanie Viehmann, die Omeg-Torfrau Gresa Gashi nicht festhalten konnte, staubte Jasmin Neidel mit einem Flugkopfball zum glücklichen 0:1 ab (23.). Anschließend folgten 13 turbulente Minuten. Elli Dück konnte nach einer erneuten Flanke von rechts im Nachschuss zum Ausgleich einnetzen (27.). Sechs Minuten später drang Monika Fabian in den Mardorfer Strafraum ein, konnte unbedrängt auf das kurze Eck zielen und brachte unter Höpfners Mithilfe die Grün-Weißen in Front - 2:1 (33.). Auf der Gegenseite sollte wieder ein Viehmann-Freistoß Ausgangspunkt zu einem Mardorfer Treffer sein. Pia Butterweck setzte sich im Kopfballduell durch, Gashi konnte den Ball wieder nicht festhalten und Jasmin Zenker traf aus Nahdistanz zum 2:2 (36.). Somit ging man mit einem etwas schmeichelhaften Remis in die Pause, da Omeg deutlich mehr vom Spiel hatte.

Den zweiten Durchgang gingen die Platzfrauen noch energischer an und spielten sich oft ungehindert bis an den Strafraum der Gäste durch. Aber noch bekam die von Butterweck organisierte Mardorfer Defensive immer wieder einen Fuß oder Kopf dazwischen. In der 62. Minute war man dann aber zu passiv gegen Luise Hertel, die drei Gegnerinnen leicht umspielte und mit der Pike aus 15 Metern zur 3:2-Heimführung traf. Auch dieser Treffer schien nicht ganz unhaltbar gewesen zu sein. Den Mardorfern schwanden zusehends die Kräfte, es gab kaum noch offensive Entlastung und so ließ der vierte Gegentreffer nicht lange auf sich warten. Vanessa Lecke schlenzte einen Rückpass aus 17 Metern zum 4:2 in die Maschen (68.). Danach plätscherte das Spiel ein wenig vor sich hin. Die Gäste konnten nichts mehr zeigen, die Gastgeberinnen verwalteten nur noch. In der 84. Minute nahm Fabian dann eine zu lang geratene Flanke am Strafraumeck auf, kurvte ungehindert in die Mitte und bezwang Höpfner mit einem Schuss aus 16 Metern unter die Latte zum fünften Mal. Damit war der Endstand hergestellt, der den Gastgeberinnen weiterhin Chancen auf Relegationsplatz Zwei läßt.

“Das Ergebnis geht in Ordnung. Meine Mannschaft hat alles mögliche versucht, kann aber leider in vielen Spielen die fehlenden Stammkräfte nicht ersetzen. Hinzu kommen wieder viele individuelle Fehler, die dann zu Toren führen. Das hat uns in der zweiten Halbzeit das Genick gebrochen. In den beiden letzten Spielen gegen Zierenberg und in Calden dürfen wir uns solche Schnitzer nicht erlauben, sonst ist für uns nichts zählbares drin.”, sagte Mardorfs Coach Christian Kunz nach der Partie.

 

Aufstellung Mardorf: Laura Höpfner - Aline Mentel, Pia Butterweck, Mareike Recke (ab 68. Eva Jüttemeier) - Annika Boller (ab 82. Lara Imberger), Antonia Freund, Johanna Röse, Stefanie Viehmann, Catharina Baun (ab 57. Meike Falk) - Jasmin Neidel, Jasmin Zenker.

06.05.17 TSV Mardorf - Germania Rhoden

GL: TSV Mardorf - Germania Rhoden 6:2 (3:2)

Es ist endlich geschafft!! Im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Rhoden stand am Ende ein deutlicher und verdienter Sieg der TSV-Frauen, gleichzeitig der erste Rückrundensieg.

Zu Beginn sah man eine sehr druckvolle Heimelf, die sich einige gute Chancen erspielte, aber wie in den Spielen zuvor an ihrer Abschlussschwäche scheiterte. Die Gäste agierten vornehmlich mit lang getretenen Bällen, die aber keine all zu großen Probleme bedeuteten. Als ein wenig der Anfangsdruck abebbte, fiel aus dem Nichts die Führung für die Gäste durch eine 30-Meter-Bogenlampe von Jacqueline Knaack (19.). Die Heimelf benötigte einige Minuten, um den Rückschlag zu verkraften. TSV-Coach Kunz stellte im Mittelfeld um und beorderte Jasmin Neidel hinter die Spitzen und Mona Rosenthal auf eine der Sechserpositionen. Dies zahlte sich nur wenige Zeigerumdrehungen aus. Rosenthal brachte den Ball in den Strafraum, Neidel setzte sich gegen die Torfrau durch und traf ins verwaiste Tor zum 1:1 (26.). Die Gastgeberinnen erhöhten wieder den Druck. Vier Minute nach dem Ausgleich wurde Stefanie Viehmann im Strafraum gelegt und Neidel verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 2:1 (30.). Johanna Röse (32.) und Neidel (36.) hatten zwei große Möglichkeiten, weiter zu erhöhen, brachten den Ball aber nicht an Torfrau Dana Dornieden vorbei ins Netz. Auf der Gegenseite störte man bei einem der wenigen Gästevorstöße nicht energisch genug Knaack, die mit einem Querpass vors Tor Erika Mittler fand, die zum etwas überraschenden Ausgleich einschob (39.). Die Platzfrauen konnten aber vor der Pause wieder in Führung gehen. Wiederum Neidel traf aus kurzer Distanz nach Vorarbeit von Antonia Freund im Anschluss an eine Ecke zum 3:2 (45.).

In der Halbzeitpause verlangte Kunz mehr Konsequenz im Abschluss. Anscheinend hatte Jasmin Zenker, die wieder gefühlte 15 Kilometer an Laufstrecke abspulte, gut zugehört, denn nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte sie mit einem trockenen 16-Meter-Flachschuss zum 4:2 für die frühzeitige Entscheidung (50.). Die Gäste ließen kräftemäßig zusehends nach und blieben im weiteren Verlauf offensiv harmlos. Die Kunz-Schützlinge hingegen spielten wie entfesselt und kamen zu vielen weiteren Möglichkeiten, doch erst Pia Butterweck mit einem krachenden Kopfball aus 6 Metern nach Rosenthals Eckstoß brachte den Ball erneut im Kasten unter (71.). Neidel stellte mit ihrem vierten Treffer des Tages (Saisontor 12) nur zwei Minuten später den Endstand von 6:2 her (73.), als sie nach Rückpass von Zenker im Fünfmeterraum zwei Gegnerinnen aussteigen ließ und mit letzter Kraft einnetzte. Kurze Zeit später war für Mardorfs Modeste Feierabend, den Krämpfe in beiden (!) Waden verhinderten die Jagd auf weitere Tore. In der Schlussphase plätscherte das Spiel dann dem Ende entgegen. Einziges Highlight war ein gefühlvoller Lupfer von Viehmann ins Gästetor, doch Schiedsrichter Knoche verweigerte diesem "Sahnetor" die Anerkennung wegen vermeintlicher Abseitsstellung.

Kunz war nach der Partie natürlich zufrieden: "Mich freut der Sieg unheimlich für die Mädels. Sie konnten sich endlich für Ihre Mühen belohnen und haben auch in der Höhe verdient gewonnen."

 

Aufstellung TSV: Laura Höpfner - Aline Mentel, Pia Butterweck, Mareike Recke (ab 69. Meike Falk) - Antonia Freund (ab 85. Eva Jüttemeier), Mona Rosenthal, Annika Boller, Stefanie Viehmann, Jasmin Neidel (ab 78. Lara Imberger) - Jasmin Zenker, Johanna Röse.

23.04.17 TSV Mardorf - SC Edermünde

GL: TSV Mardorf - SC Edermünde 0:0

Es hätte so schön werden können... In der Halbzeitpause des Schwalm-Eder-Derbys der Frauenfußball-Gruppenliga zwischen den Gastgeberinnen aus Mardorf und dem punktgleichen SC Edermünde mussten die Gäste sich beim Fußballgott bedanken, dass die Partie noch nicht entschieden war. Die Platzfrauen brannten ein wahres Feuerwerk ab, spielten teilweise Fußball aus dem Lehrbuch und kamen zu etlichen Torchancen. TSV-Coach Christian Kunz hatte nur einen Fakt in der Halbzeitansprache zu bemängeln: fehlende Tore!

Von Beginn an merkte man den Mardorfer Mädels an, dass sie gewillt waren, den ersten Rückrundensieg einzufahren. Aggressiv in der Balleroberung, laufstark auf allen Positionen und mit vielen sehr guten Ideen im Angriffsspiel überrannte man regelrecht die Gäste. Johanna Röse hatte nach Zuckerpass von Jasmin Neidel die erste 100%ige Möglichkeit, schoss aber aus zehn Metern über den Kasten (10.). Stefanie Viehmann, die mit ihrer Schnelligkeit die SC-Defensive immer wieder auf Trab hielt, scheiterte mit einem zu schwachen Abschluss an Torfrau Alana Christl (14.). Unaufhaltsam rollte ein Angriff nach dem nächsten auf das Tor von Christl zu. Röse verpasste eine Flanke von Antonia Freund nur um Haaresbreite (18.) und übersah bei der nächsten Möglichkeit die besser positionierte Neidel (22.). Edermünde wurde bei zwei Weitschüssen durch Spielmacherin Sarah Leutebrandt, die ansonsten von Annika Boller aus dem Spiel genommen wurde, etwas gefährlich, doch TSV-Rückhalt Yasmin Höse hatte wenig Mühe beim Entschärfen (25./37.). Auf der Gegenseite wurde es deutlich gefährlicher. Immer wieder angetrieben durch “Zweikampfmaschine” Pia Butterweck kam man vor das gegnerische Gehäuse. Wiederum Röse vergab freistehend vor Christl (32.) und auch Viehmann (28.) und Jasmin Zenker (39.) brachten den Ball nicht im Tor unter. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte sich der Chancenwucher beinahe gerächt, doch der Freistoß von SC-Spielerin Jennifer Bernhardt streifte nur die Oberkante der Latte (44.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs machten die Gastgeberinnen da weiter, wo sie aufgehört hatten. Viehmann wurde in letzter Sekunde von SC-Abwehrchefin Laura Kramer am erfolgreichen Torschuss gehindert (48.), Freund traf nur das Außennetz (54.) und Neidel setzte einen Freistoß aus 18 Metern über die Latte (61.). Anschließend konnte sich Edermünde etwas befreien, weil die Kunz-Schützlinge dem hohen Tempo der ersten Stunde ein wenig Tribut zollten. Im Mittelfeld taten sich größere Abstände auf, die speziell Bernhardt mit ihrer Sprintstärke nutzen konnte. Dass es zu keiner wirklichen Tormöglichkeit für die Gäste kam, lag größtenteils an den TSV-Verteidigern Mareike Recke, die Toptorjägerin Sarah Kupfer an die kurze Leine legte, sowie an Aline Mentel, die Angelique Pohl zur Verzweiflung trieb. Da die TSV-Offensive mit zunehmender Spielzeit ins Stocken geriet, spielte sich das Geschehen vermehrt im Mittelfeld ab. Man bekam so langsam das Gefühl, dass der nächste Fehler das Spiel entscheiden würde. Eine zu kurze Abwehr der Heim-Defensive nach einem Freistoß für die Gäste konnte Sümeyye Merdivan nicht nutzen (76.). Darlin Bambey, die gegen Ende der Partie ins Mittelfeld beordert wurde, gab der Offensive neuen Schwung und hätte sich beinahe zum Derbyheld verewigen können. Nach einem Querschläger im SC-Strafraum kam Bambey an den Ball, scheiterte aber an der sich ihr entgegenwerfenden Torfrau Christl (90.). Wenige Augenblicke später endete die Partie mit einem schmeichelhaften Unentschieden für die Gäste aus Edermünde.

“Meine Mädels tun mir langsam leid. Sie haben eine phantastische erste Stunde geliefert, alles investiert, aber der verfluchte Ball wollte einfach nicht ins Netz. Auch gegen Ende, als man nochmals einen Gang hochschalten konnte, zeigte man großen Willen und Charakter, aber auch dies wurde wieder nicht belohnt. Wir müssen jetzt einfach weiter machen, nicht verzweifeln und unser Glück im nächsten Spiel wieder versuchen. Irgendwann kommt der Erfolg zurück.”, zeigte sich TSV-Trainer Kunz zuversichtlich nach der Darbietung seines Teams.

 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse (ab 52. Laura Höpfner) - Aline Mentel, Darlin Bambey, Mareike Recke - Annika Boller, Pia Butterweck, Jasmin Neidel, Johanna Röse, Antonia Freund - Stefanie Viehmann (ab 81. Denise Schnatz), Jasmin Zenker. Nicht zum Einsatz kam Catharina Baun.

17.04.17 SG Hombressen/U. - TSV Mardorf

GL: SG Hombressen/U. - TSV Mardorf 2:2 (1:2)

Im Auswärtsspiel am Ostermontag in Hombressen erspielte man sich den ersten Punkt der Rückrunde. Trotzdem war man nicht vollkommen zufrieden, denn es war mehr drin.

Defensiv eingestellt und auf Konter lauernd startete man perfekt in das Spiel. Stefanie Viehmann traf nach einem langen Pass von Annika Boller zum 0:1 (3.). Die Gastgeberinnen wollten den Rückstand schnell ausgleichen, kamen aber zunächst nicht gegen die gut gestaffelten Defensive der Gäste zu Werke. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Jasmin Zenker rückte Mareike Recke aus der Abwehr in den Angriff. Diese Umstellung machte sich kurze Zeit später bezahlt. Viehmann überlief ein weiteres Mal die weit aufgerückte SG-Abwehrreihe und bediente Recke mit einem Querpass, den diese zum 0:2 einschob (26.). Die vermeintlich klare Führung entpuppte sich als trügerisch. Man konnte das Spiel nicht kontrollieren und sah sich wütenden Angriffen der Heimelf gegenüber. Lange hielt man stand, doch kurz vor der Pause erreichte eine Flanke Alina Mickan, die per Direktabnahme unhaltbar zum 1:2 verkürzte (42.).

Nach dem Wechsel erhöhte Hombressen ein wenig das Tempo, gestattete aber immer wieder Kontergelegenheiten für den TSV, der diese aber nicht vernünftig ausspielen konnte. In der 67. Minute drang SG-Sturmführerin Anna Passinger in den Gästestrafraum ein und wurde im letzten Moment von Boller vom Ball getrennt. Plötzlich ertönte ein Pfiff und der Schiedsrichter entschied nach dem fairen Zweikampf auf Elfmeter fürs Heimteam. Mickan nahm das Geschenk an und traf zum Ausgleich. Mardorfs Antwort folgte nur eine Minute später mit der riesen Möglichkeit von Viehmann, doch ihr Abschluss rollte Zentimeter am langen Pfosten vorbei (68.). Im weiteren Verlauf des Spiels merkte man beiden Teams an, dass man unbedingt gewinnen will. Passinger erzielte einen vermeintlich dritten Treffer für die SG per Freistoß, doch der Schiedsrichter ließ wiederholen, weil sich Viehmann zu früh aus der Mauer bewegte (77.). Als die Nachspielzeit anbrach, hatte Darline Bambey nach toller Vorarbeit von Yasmin Höse die 1000%ige Möglichkeit, den Dreier einzutüten, doch sie schoss völlig überhastet die Torfrau an (90.+1). Somit musste man sich am Ende mit dem Punkt zufrieden geben.

“Die Phase nach unserem 2:0 ärgert mich am meisten. Anstatt sicher zu stehen und den Gegner weiter aus zu kontern, gestattete man im Mittelfeld zu viele Räume und geriet unter Druck. Der Anschlusstreffer war dann nur eine Frage der Zeit und gestaltete den weiteren Verlauf schwieriger. Am Ende muss das Ding von Darline ins Tor, aber die Verwertung glasklarer Chancen ist schon die ganze Saison unser Schwachpunkt.”, trauerte TSV-Coach Christian Kunz der vergebenen Chance in der Nachspielzeit nach.

 

Aufstellung TSV: Laura Höpfner - Mareike Recke (ab 85. Yasmin Höse), Darline Bambey, Annika Boller - Jasmin Neidel, Pia Butterweck, Johanna Röse, Antonia Freund, Mona Rosenthal - Jasmin Zenker (ab 23. Aline Mentel), Stefanie Viehmann. Nicht zum Einsatz kam Eva Jüttemeier.

08.04.17 TSV Zierenberg II - TSV Mardorf

GL: TSV Zierenberg II - TSV Mardorf 3:2 (1:1)

Im Nachholspiel gegen die Hessenligareserve aus Zierenberg setzte es eine unnötige Niederlage, nach der es im Abstiegskampf immer enger für die Mardorfer Fußballerinnen wird.

Die Partie begann fast traumhaft für die Gäste. Direkt nach eigenem Anstoß gelang ein langer Schlag von Jasmin Neidel zu Stefanie Viehmann, die aber allein vor der Torfrau vorbei schoss (1.). Zierenberg war jetzt gewarnt und ging konzentrierter zu Werke. Begünstigt durch Unordnung und schwachem Zweikampfverhalten der Gäste setzte sich die Heimelf in der gegnerischen Hälfte fest und kam regelmäßig zu noch ungefährlichen Torannäherungen. Nach 15 Minuten fand aber ein wiederholtes Zuspiel von der rechten Seite eine Abnehmerin im Mardorfer Strafraum. Sabrina Schwarz zögerte nicht lange und nagelte die Kugel unter die Latte des Tores von Yasmin Höse. Nach 20 Minuten stellte Mardorfs Trainer Christian Kunz einige Positionen um und man fand endlich besser ins Spiel. Zwar hatten die Platzfrauen weiterhin mehr Ballbesitz, aber das Gästemittelfeld um Pia Butterweck eroberte immer aggressiver die Bälle und versuchte die beiden Spitzen Viehmann und Jasmin Zenker einzusetzen. Zunächst ohne Erfolg, der sich dann aber in der 37. Minute einstellen sollte. Butterweck eroberte weit in der gegnerischen Hälfte den Ball, passte zu Viehmann, die mit einem punktgenauen Anspiel Johanna Röse bediente. Röse zog sofort ab und traf traumhaft in den linken Winkel zum Ausgleich. Angestachelt durch den Treffer wurden die Kunz-Schützlinge immer mutiger und Viehmann hatte das 1:2 auf dem Fuß, doch der Ball fand nur den Weg ans Außennetz (41.). So bleib es beim verdienten Remis zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann man auf Seiten der Gäste wieder etwas defensiver, was der Heimelf Schwierigkeiten bereitete, in Strafraumnähe zu kommen. Die Taktik schien aufzugehen, wenn nicht die eklatante Schwäche bei gegnerischen Standards wären. Innerhalb von vier Minuten trafen Zierenberger Spielerinnen nach Eckbällen von Julia Koch per Kopf ins Netz. Zuerst stand Nadine Schwarz sträflich frei im Fünfmeterraum (53.), beim nächsten Eckstoß schraubte sich Romina Morina am Elfmeterpunkt hoch und jagte den Ball mittig unter die Latte (57.). Im Gegensatz zum Kassel-Spiel brach man nach den Gegentoren nicht ein, sondern man schaltete jetzt in den Offensivmodus. Kunz wechselte eine Viertelstunde vor Schluss Mona Rosenthal ein, die direkt mit einem gut getimten Eckstoß den Anschlusstreffer von Butterweck per Kopfball einleitete (80.). In der Schlussphase schnürte man die Heimmannschaft regelrecht in deren Hälfte ein und wurde beinahe noch mit dem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit belohnt. Ein weiter Freistoß von Rosenthal segelte in den Strafraum, Neidel setzte zum Flugkopfball an, verfehlte das Gehäuse aber um wenige Zentimeter (90.+3). Umgehend ertönte der Schlusspfiff und man stand wieder einmal trotz guter Leistung mit leeren Händen da. "Wir haben bis auf die Anfangsphase ein gutes Auswärtsspiel gemacht und hätten uns mindestens einen Punkt verdient gehabt. Kämpferisch, taktisch und vom Willen her war ich vollkommen zufrieden, aber ich habe es schon direkt nach dem Spiel meinen Mädels gesagt: Wir haben uns durch wiederholtes Fehlverhalten bei gegnerischen Eckbällen ein Spiel versaut. Das müssen meine Spielerinnen schnellstens ablegen, sonst sehen wir uns nächste Saison eine Klasse tiefer wieder.", sagte Christian Kunz sauer ob der Eckballgegentore nach dem Spiel.

 

Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Annika Boller (ab 68. Catharina Baun), Darline Bambey, Mareike Recke - Antonia Freund (ab 76. Mona Rosenthal), Jasmin Neidel, Lena Otto, Pia Butterweck, Johanna Röse - Stefanie Viehmann, Jasmin Zenker. Nicht zum Einsatz kam Laura Höpfner (2.TW).

08.04.17 TSG Fürstenhagen - TSV Mardorf II

KLA: TSG Fürstenhagen (7er) – TSV Mardorf II 1:3 (1:2)

Das zweite Spiel innerhalb von 2 Wochen gegen die Frauenmannschaft der TSG aus Fürstenhagen konnten, wie auch im ersten Spiel, die Mardorfer Mädels gewinnen. Dabei fing das Spiel etwas unsortiert an auf Seiten der Gäste aus Mardorf. Gleich zu Beginn ließ man gute Torchancen der Gegner zu. Doch diese trafen das Tor von Lea Aschenbrenner nicht. Nach gut 20 Minuten kam dann etwas Ruhe ins Spiel und man schaffte es immer wieder über einen guten Spielaufbau vor das Tor der Heimelf. Dies sollte dann in der 23. Spielminute belohnt werden. Eine Ecke, geschlagen von Jacqueline Dörrbecker, flog im hohen Bogen ca. 5 Meter vor das Tor. Dort stand Kapitänin Eva Jüttemeier und köpfte den Ball über die Torfrau in den rechten Winkel rein. Nach dem Tor war es wieder ein recht ausgeglichenes Spiel. Durch einen frühen Wechsel, den die Mardorfer vornehmen musste, kam es in der Abwehr immer wieder zu Kontern der Heimelf, die aber nicht genutzt wurden. Die führende Mannschaft blieb jedoch immer wieder am Drücker. So konnte ein Einwurf von Lara Imberger und ein darauf folgender Pass von Spielmacherin Dörrbecker zu Stürmerin Sophie Fröhlich gelangen, die dann allein vor der heimischen Torfrau auftauchte, diese ausspielen und gekonnt den Ball ins Netz schob (36.Spielminute). Doch die große Euphorie wurde direkt gebremst. Denn die Heimelf konnte im Gegenzug nur 2 Minuten später den Anschlusstreffer erzielen (38.Spielminute).

Die zweite Halbzeit fing dann etwas besser an als die erste. Man stand in der Abwehr sicherer und konnte nun den Spielaufbau von hinten heraus gestalten. Nach schöne Kombinationen und Seitenwechseln konnte man sich jedoch zuerst nicht mit einem Treffer belohnen. Das Spiel gewann an Aggressivität erheblich dazu. Dies musste auch Torfrau Lea Aschenbrenner erfahren: nachdem sie einen Ball klar festgehalten hatte, lief die Gegenspielerin noch weiter und trat ihr auf die Hand. Nach einer vierminütigen Verletzungsunterbrechung ging es weiterhin robust zu Gange. Durch die Einwechselung von Hannah Lepper konnten die Gäste mit etwas mehr Frische vor dem Tor glänzen. Doch zunächst scheiterten Annika Boser und Dörrbecker an der Torfrau oder schossen am Kasten vorbei. Auf der anderen Seite wurde es dann gefährlich. Die Strafräume waren nur mit kleinen Hütchen kenntlich gemacht, dies führte zu einem direkten Freistoß an der Strafraumgrenze für die Frauen aus Fürstenhagen, da Aschenbrenner den Ball außerhalb in die Hand genommen haben soll. Die Gäste aus Mardorf platzierten sich alle auf der Torlinie, den Schuss konnte man dann erstmal abwehren. Den gefährlichen Nachschuss wurde dann von unserer Torfrau pariert. In der 78. Spielminute konnten dann die Mardorfer Mädels sich befreien. Wieder einmal passte Jacqueline Dörrbecker den Ball zu Stürmerin Hannah Lepper und diese konnte gefühlvoll über die gegnerische Torfrau ins Tor lupfen. In der restlichen Spielzeit gab es wieder sehr viele Fouls, die Gemüter wollten sich nur schwer bändigen lassen. Eine große Erleichterung bei den Gästen aus Mardorf gab es dann, als man ohne Verletzungen das Spiel beenden und auch in diesem Spiel die drei Punkte mit nach Mardorf nehmen konnte.

„Ein sehr schwieriges Spiel. Viele Foulspiele, teilweise ein recht großes Durcheinander und Unstimmigkeiten in der Abwehr trugen dazu bei. Doch im Laufe des Spiel gewann man immer mehr an Sicherheit dazu und zeigte das man guten Fußball spielen kann. Die Mädels belohnten sich für ihren kämpferischen Einsatz mit den letztendlich verdienten 3 Punkten. Alle 3 Tore waren sehr sehenswert. Es war eine Leistung, auf der man aufbauen kann. Der Mannschaftsgeist zeugte wieder von großer Klasse. Kurz gesagt: ich bin stolz auf meine Mädels!“, gibt sich Trainerin Sandra Biele nach dem Spiel zufrieden.

Es spielten: Lea Aschenbrenner – Franziska Roth (Annika Boser), Christina Kreuzer – Lara Imberger , Eva Jüttemeier, Jacqueline Dörrbecker – Sophie Fröhlich (Hannah Lepper)

 

Bericht: Sandra Biele

25.03.17 TSV Mardorf II - TSG Fürstenhagen

KLA: TSV Mardorf II – TSG Fürstenhagen (7er) 4:0 (3:0)

Gegen einen aus dieser Saison noch unbekannten Gegner aus Fürstenhagen konnte die Reserve des TSV Mardorf im Mosenbergstadion 3 Punkte zuhause gewinnen.

Im Spiel 7 gegen 7 fand man sehr schnell ins Spiel. Man hatte von Beginn an mehr Ballbesitz und spielte ordentlichen Fußball. Alle Spielerinnen haben zum Aufbauspiel Ihren Teil beigetragen. So spielte man mit schönen Spielzügen bereits in der Anfangsphase gute Torchancen heraus. Doch es sollte nicht sein. Doch dann in der 15. Spielminute endlich das erlösende 1:0. Nach einem Schuss von unserer laufstarken Mareike Recke, konnte die Torfrau der Gäste den Ball abprallen lassen, dies nutze dann Jacqueline Dörrbecker vom 16er und schoss die überlegene Heimelf in Führung. Man arbeitete weiter mit viel Laufarbeit am Ausbau der Führung, doch eine starke Gästetorfrau verhinderte immer wieder ein weiteres Tor. Man konnte sich oft auch über die Außenbahnen durchsetzen, wo Annika Genuit und Lara Imberger eine gute Leistung zeigten. Recke setzte sich vorne durch, gelang allerdings recht weit zur Torauslinie, schaffe es aber trotzdem den Ball aus recht spitzem Winkel ins Tor zu schießen zum 2:0 (35. Minute). Die Gäste aus Fürstenhagen kamen nur sehr selten vor das Tor von Lea Aschenbrenner, da die Abwehr um Aline Mentel und Christina Kreuzer eine souveräne Leistung zeigte und immer wieder vor den Gegnern am Ball waren. Am nächsten Tor war einmal mehr Spielmacherin Dörrbecker beteiligt, ihren Schuss konnte die Torfrau der Fürstenhagener wieder nur abprallen lassen, dies nutze Linksfuß Imberger und schoss den Ball aus ca. 12 Metern ins Tor (39. Minute). Mit einer hochverdienten 3:0 Führung ging es in die Pause.

Weiter motiviert und mit viel Spaß gingen die Mädels vom TSV in die zweite Hälfte. Man hatte den Gegner weiter im Griff, spielte sich auch weitere Chancen heraus. In der 55. Spielminute konnte dann Mareike Recke mit einem schönen Schuss in den Winkel zum 4:0 vollenden. Sie bekam den Ball von einem weiten Einwurf von Kreuzer, verarbeitete den Ball und so kam sie zum Schuss. Auch die eingewechselte Sophie Fröhlich kam im Laufe der zweiten Halbzeit zu Torchancen, doch es blieb ihr verwehrt einen Treffer zu erzielen. Auch Meike Falk und Franziska Roth brachten sich nach ihrer Einwechselung gut ins Spiel mit ein. Hinten stand man sehr sicher und lies den Mädels der TSG wenig zu Chancen kommen. Somit hatte Torfrau Aschenbrenner einen ruhigen Tag. Und nach vorne kam es immer wieder zu Chancen ein weiteres Tor zu erzielen, dies allerdings sollte nicht mehr fallen.

In den letzten Spielminuten plätscherte das Spiel so vor sich her. Doch nach Abpfiff war die Freude groß. Endlich konnte man wieder einen souveränen Heimerfolg feiern.

„Die Mädels haben es von Anfang an gut gemacht, die Konzentration und die Laufbereitschaft haben bei allen gestimmt. So macht es Spaß zuzugucken und endlich wurde man für die Arbeit in der Vorbereitung belohnt. Doch bereits in 2 Wochen treffen wir wieder auf die TSG aus Fürstenhagen. Diesmal als Auswärtsspiel, auch dort wollen wir wieder eine gute Leistung bringen und die 3 Punkte mit nach Mardorf nehmen. Wenn die Mädels so eine Leistung zeigen wie in diesem Spiel, bin ich davon überzeugt, dass wir das auch schaffen.“ ,zeigt sich Trainerin Sandra Biele sehr zufrieden nach dem Spiel.

Es spielten: Lea Aschenbrenner – Aline Mentel, Christina Kreuzer – Lara Imberger (ab 58. Minute Franziska Roth), Annika Genuit (ab 58. Minute Meike Falk), Jacqueline Dörrbecker (ab 46. Minute Sophie Fröhlich) – Mareike Recke

 

Bericht: Sandra Biele

25.03.17 KSV Hessen Kassel - TSV Mardorf

KSV Hessen Kassel - TSV Mardorf 5:2 (2:1)

Beim Tabellenführer in Kassel zeigten die Spielerinnen des TSV Mardorf trotz der Niederlage eine gute Leistung. Auf ungewohntem Kunstrasenplatz agierte der Gast von Beginn an sehr defensiv und setze auf Kontergelegenheiten. Die Gastgeberinnen hatten einige Probleme mit der disziplinierten Defensivarbeit des TSV und kamen trotz deutlich mehr Ballbesitz nicht in Tornähe. Gefährlicher waren da die Gäste bei den gelegentlichen Kontern über die einzige Sturmspitze Stefanie Viehmann. In der 16. Minute tauchte sie vor KSV-Schlussfrau Melina Lajqi auf, brachte den Ball aber nicht an ihr vorbei. In der 25. Minute kam der KSV zur ersten großen Möglichkeit nach einer Flanke von rechts, doch Laura Höpfner im TSV-Kasten reagierte gegen Lena Ghebreselasie hervorragend. Sechs Minuten später die gleiche Situation mit gleicher Beteiligung und auch diesmal vereitelte Höpfner gegen Ghebreselasie aus Nahdistanz den Gegentreffer (31.). Die Gäste schüttelten sich nach den zwei Großchancen kurz und zeigten sich selber brandgefährlich nach einer Ecke von Darline Bambey. Pia Butterweck schraubte sich am langen Pfosten hoch, köpfte den Ball wuchtig an die Unterkante der Latte, von wo der Ball kurz vor der Linie aufsprang und von einer KSV-Spielerin vor der Einschuss bereiten Jasmin Neidel klären konnte (35.). Im Gegenzug nach der Megachance zeigte der KSV, warum er Tabellenführer ist. Einmal Unordnung in der TSV-Defensive und die pfeilschnelle Franziska Koch nutzte den Raum zur 1:0-Führung per Konter (36.). Die Gäste zeigten sich aber wenig beeindruckt und kamen nur vier Minuten später zum Ausgleich. Neidel verwandelte einen an sie selber verursachten Foulelfmeter trocken zum verdienten Ausgleich (40.), mit dem man in die Pause gehen wollte. Aber kurz vor dem Halbzeitpfiff machte die Schwäche bei Standards einen Strich durch die Rechnung. Katrin Sirringhaus konnte nach einem Eckstoß völlig unbedrängt aus zehn Metern zur erneuten KSV-Führung einnicken (44.). Nach einigen korrigierend wirkenden Infos in der Halbzeitpause versuchten die Gäste schnell zum Ausgleich zu kommen. Man zwang die Platzfrauen zu Fehlern in der Defensive, welche in der 52. Minute zu einem unerlaubten Rückpass zur Torfrau führten. Indirekter Freistoß aus 10 Metern halblinke Position, Bambey legte auf Neidel ab, der Schuss steuerte auf die lange Ecke zu, klatschte aber an die Latte und sprang ins Feld zurück. Zum zweiten Mal Aluminiumpech für den TSV... Und so kam es wie es kommen muss, wenn man in der unteren Tabellenhälfte steht und beim Primus spielt: Bei einem harmlosen Pass in den TSV-Strafraum irritierten sich Butterweck und Neidel gegenseitig, der Ball rutschte durch genau zu Sirringhaus, die ohne Probleme zum 3:1 vollendete (60.). Der vermeintliche Knackpunkt des Spiels folgte dann einige Minuten später. Viehmann wurde wieder einmal mit einem langen Ball auf Reisen geschickt und wurde beim Torschuss im Strafraum regelwidrig attackiert (64.). Kurz war die Pfeife im Mund des Schiedsrichters, aber der erwartete Elfmeterpfiff folgte nicht. Statt der Möglichkeit zum 3:2 (und einer vermeintlich spannenden Schlussphase) gab es nur eine Ermahnung an die foulende KSV-Verteidigerin, dass es bei der nächsten ähnlichen Aktion Elfmeter geben würde. Das verstehe, wer will... Leider konnten die Mädels von TSV-Coach Kunz anschließend nicht mehr ihr Spielkonzept bis zum Ende durchziehen. Das laufintensive Spiel gegen technisch versierte Gegner zerrte an Kraft und Konzentration. Es entstanden immer größere Räume im Mittelfeld, welche durch einen Doppelschlag der Gastgeberinnen konsequent genutzt wurden. Ghebreselasie (75.) und Lisa Lattermann (78.) schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Neidel konnte durch ihren zweiten Elfmetertreffer (Jasmin Zenker wurde gefoult) in der 82. Minuten noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Ghebreselasie hätte fast noch das halbe Dutzend Tore vollgemacht, doch sie traf nur den Pfosten (88.). Aber ehrlich gesagt, wäre das des Guten auch zu viel gewesen.

"Ich muss meinen Mädels für ihre Leistung über weite Strecken des Spiels ein Kompliment machen. Meine taktischen Vorgaben wurden mit viel Einsatz und Laufarbeit umgesetzt. Wir kamen auch zu überraschend vielen Torchancen gegen die beste Defensive der Liga, was mich freut. Wir müssen aber einfach abgezockter im Abschluss werden, dann kann man auch solche Spiele gewinnen. Leider hatte ich in der Phase des Spiels, als die Kräfte bei der ein oder anderen schwanden, keine Möglichkeiten mehr, durch Wechsel zu reagieren. Das war meiner Meinung mit ein Grund für das deutliche Ergebnis zum Ende hin. Wir müssen jetzt dran bleiben und in den nächsten Spielen die gleiche Leidenschaft zeigen wie in Kassel, dann holen wir auch noch die wichtigen Punkte.", sagte TSV-Coach Christian Kunz nach der etwas zu hoch ausgefallenen Niederlage.

 

Aufstellung TSV: Laura Höpfner - Annika Boller, Pia Butterweck, Catharina Baun (ab 73. Eva Jüttemeier) - Jasmin Neidel, Mona Rosenthal, Antonia Freund, Jasmin Zenker, Darline Bambey, Johanna Röse - Stefanie Viehmann.

12.03.17 TSG Kammerbach - TSV Mardorf

TSG Kammerbach - TSV Mardorf    3:2 (1:1)
Eins vorweg: Dem Verfasser ist es wichtig zu sagen, dass er Schiedsrichterentscheidungen generell akzeptiert und größten Respekt vor der Leistung der Schiedsrichtergilde hat!
Schon vor der ersten Rückrundenpartie des TSV Mardorf in der Frauenfußball-Gruppenliga lief nicht alles reibungslos. Der angesetzte Schiedsrichter erschien nicht zum Spiel in Kammerbach. Somit einigten sich beide Parteien auf einen heimischen Schiedsrichter, damit die Partie mit 20 Minuten Verspätung ausgetragen werden konnte. So weit, so gut... Das Spielgeschehen überraschte von Beginn an. Die Gäste aus Mardorf waren die tonangebende Mannschaft und stellten die Platzfrauen vor erhebliche Problem. Nach einigen eher harmlosen Abschlüssen fiel der verdiente Führungstreffer für den TSV. Darline Bambey hämmerte einen 25-Meter-Freistoß unhaltbar in den rechten Torwinkel (17.) zum 0:1. Man spielte anschließend weiter offensiv und hatte nach einem bilderbuchmäßigen Spielzug über Jasmin Neidel, Mareike Recke, Bambey und Viehmann als Abnehmer die Möglichkeit zum zweiten Tor, doch der Schuss streifte um Millimeter am Pfosten vorbei (26.). Auch Recke hatte noch eine Möglichkeit, doch sie zögerte etwas zu lange und wurde geblockt (32.). In den folgenden Minuten befreiten sich die Gastgeberinnen ein wenig und konnten ihrerseits offensive Akzente setzen. Aber die gut organisierte TSV-Defensive stoppte die Gegner spätestens vorm Strafraum. Zwei Minuten vor der Pause war man kurz nicht im Bilde und ließ einen Schuss aus 16 Metern zu. TSV-Torfrau Yasmin Höse konnte den Ball auf feuchten Boden nicht festhalten, dieser rollte Richtung Tor weiter, doch Neidel schlug den Ball gut einen Meter vor der Linie weg. Plötzlich ein Pfiff des Schiedsrichters (der 40 Meter vom Geschehen entfernt stand) und das Zeichen zur Mittellinie - er entschied auf Tor für Kammerbach (43.)!! Ungläubige Blicke auf beiden Seiten, gefolgt von heftigen Protesten der Gäste, die natürlich überhaupt nicht einbrachten. TSV-Coach Christian Kunz hatte in der Halbzeitpause einige Mühe, seine aufgebrachten Spielerinnen zu beruhigen und trotz dieser krassen Fehlentscheidung sich weiter auf das Spiel zu konzentrieren. Man merkte zu Beginn des zweiten Durchgangs, dass die Gäste noch nicht wieder bei der Sache waren. Kammerbach übernahm das Spielgeschehen und versuchte die Unordnung beim Gegner zu nutzen, doch zu gefährlichen Abschlüssen kamen sie nicht. Die Kunz-Schützlinge fingen sich allmählich wieder und hatten in der 58. Minute die große Möglichkeit zur erneuten Führung. Jasmin Zenker bediente Bambey mustergültig, die völlig alleine aufs Tor zulief, aber die falsche Abschlussart wählte und die Torfrau mit einem Gewaltschuss anschoss. Statt das Spiel beruhigen zu können, bekam man die Antwort prompt auf der Gegenseite. Nach einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte geriet man in einen Konter. Höse konnte zunächst klären, doch der Ball kam wieder vor die Füße einer Kammerbacherin, die zur völlig unverdienten 2:1-Führung einschoss (65.). Dieser Treffer zeigte Wirkung und lähmte die Aktionen der Gäste. Immer wieder fabrizierte man unnötige Ballverluste und ermöglichte dem Gegner Kontersituationen. So auch in der 77. Minute, als eine Heimspielerin vor Höse auftauchte. Mit einem guten Reflex lenkte sie den Ball ab, der aber wieder Richtung Tor rollte. Viehmann klärte den Ball deutlich vor übertreten der Torlinie, aber (man ahnt es) der an der Mittellinie positionierte "Unparteiische" entschied zum zweiten Mal auf Tor fürs Heimteam. Fassungslosigkeit, Wut, Entsetzen machten sich auf Seiten der Gäste breit. Einige Spielerinnen wollten (verständlicherweise) nicht mehr weiterspielen, doch Kunz konnte seine Elf beruhigen. Aber nur kurz... Der folgende Anstoß wurde auf Annika Boller gespielt, die von einer Gegnerin mit purer Absicht um getreten wurde und sich dabei schwer am Sprunggelenk verletzte und ausgetauscht werden musste. Natürlich gab es keine persönliche Strafe vom Schiedsrichter für die Kammerbacher Spielerin, was Kunz endgültig auf die Palme brachte. Nach fast zehnminütiger Behandlungspause wurde das Spiel fortgesetzt. Die Gäste mobilisierten alle Kräfte, trotz dieser schwerwiegenden Benachteiligungen dem Spiel noch eine Wende zu geben. Bambey war es dann auch in der 86. Minute, die per Schlenzer über die Torfrau zum 2:3 verkürzen konnte. Die Schlussoffensive brachte aber leider nichts mehr ein, auch, weil es trotz dieser vielen Unterbrechungen lächerliche drei Minuten Nachspielzeit gab. Nach dem Abpfiff holte Kunz seine Schützlinge, die teilweise mit Tränen in den Augen aufgrund der Benachteiligungen vom Platz schlichen, sofort zu sich und lobte sie für diesen couragierten und trotz aller Widrigkeiten fairen Auftritt.
"Ich vermeide es eigentlich, Ausreden für verlorene Spiele zu suchen, aber diesmal wurde uns das Spiel ausschließlich vom Schiedsrichter verloren. Ich habe in meiner langen Karriere noch nie solch eine Benachteiligung eines Unparteiischen erfahren. In Zukunft werde ich auch nicht wieder zustimmen, sollte ein Ersatzschiedsrichter vom Heimverein eines unserer Spiele pfeifen. Aus Fehlern lernt man... Meinen Mädels kann ich nur ein großes Kompliment machen, denn sie haben sich nicht unterkriegen lassen und sind als verschworenes Team aufgetreten. Für Annika hoffe ich, dass ihre Verletzung nicht all zu schlimm ist. Gut sah es jedenfalls nicht aus.", sagte der sichtlich geladene Mardorfer Trainer Kunz nach der Partie.

 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Pia Butterweck, Jennifer Schnaudt, Annika Boller (ab 79. Catharina Baun) - Jasmin Neidel, Darline Bambey, Johanna Röse (ab 82. Laura Höpfner), Lena Otto, Stefanie Viehmann - Jasmin Zenker, Mareike Recke. Nicht zum Einsatz kam Eva Jüttemeier.

14.11.16 TSV Mardorf - Hessen Kassel

TSV Mardorf - Hessen Kassel   0:3 (0:3)

Der Tabellenführer aus Kassel gewann verdient im "Mosenbergstadion". Anfangs entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf schwierigem Untergrund. Mit dem ersten Torschuss durch die pfeilschnelle Franziska Koch ging der Gast etwas überraschend in Führung (10.). Dieser Treffer wirkte als Schock für das Heimteam und der KSV nutzte dies umgehend. Isabell Vieira nutzte einen Stellungsfehler in der TSV-Abwehr und traf mit einem nicht unhaltbaren Schuss in die kurze Ecke zum 0:2 (14.). Die Gäste zeigten sich weiterhin abgezockter und warteten auf gegnerische Fehler. Solch einer wurde in der 39. Minute bestraft. Koch kam nach einem Fehler im Spielaufbau an den Ball, bediente Vieira und die vollendete mit einer perfekten Direktabnahme zum 0:3. Damit war das Spiel eigentlich schon zur Pause entschieden. Die Gastgeberinnen versuchten im zweiten Durchgang, dem Spiel eine Wende zu geben. Gute Ansätze waren auch viele zu erkennen, doch wie auch schon gegen Calden fehlte es im letzten Drittel an der Genauigkeit oder es war immer noch ein KSV-Fuß dazwischen. Die Hessen blieben bei schnellen Gegenangriff immer wieder gefährlich und hatten auch Möglichkeiten, doch TSV-Torfrau Yasmin Höse war immer wieder auf dem Posten und vereitelte einen vierten Gegentreffer. 

Somit geht der TSV Mardorf mit zwei 0:3-Heimniederlagen in Folge in die Winterpause und der KSV Hessen hat als Klassenprimus ein acht-Punkte-Polster auf die ärgsten Verfolger.

"Vom Einsatz und vom Willen her kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Offensichtlich waren aber die technischen Unterschiede zwischen beiden Teams. Meinen Mädels passieren noch zu viele sogenannte Stockfehler, die von einem starken Gegner bestraft werden. Trotzdem bin ich mit unserer Hinrundenbilanz zufrieden, obwohl wir den ein oder anderen Punkt verschenkt haben. Der Abstiegskampf wird zwar weiter unser stetiger Begleiter sein, aber die Voraussetzungen sind etwas angenehmer als in den Vorjahren.", zog TSV-Coach ein Spiel- und Hinrundenfazit. 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Pia Butterweck - Annika Boller (ab 80. Lena Kellhammer), Mareike Recke - Lena Otto, Jennifer Schnaudt, Antonia Freund, Johanna Röse (ab 57. Andrea Arrich), Darline Bambey, Jasmin Neidel - Jasmin Zenker.

05.11.16 TSV Mardorf - TSV Jahn Calden II

GL: TSV Mardorf - TSV Jahn Calden II 0:3 (0:1)

Eine Niederlage musste der TSV Mardorf gegen die Regionalligareserve des TSV Jahn Calden hinnehmen. Die Gäste verdienten sich den Sieg aufgrund einer starken kämpferischen Leistung rücken jetzt bis auf zwei Punkte an den Gegner ran.

Mardorfs Jasmin Neidel hatte in der 10. Spielminute die Möglichkeit zur Führung, doch ihr Abschluss nach Bambey-Freistoß ging genau auf Jahn-Keeperin Sabrina Stemmer, Besser machte es auf der Gegenseite Rebecca Trabert, die in der 20. Minute nach einer Flanke von Lisa Frey zum 0:1 einköpfte. Die Halbzeitführung der Gäste war verdient, da sie die aktivere Mannschaft war.

Nach dem Wechsel kamen die Gastgeberinnen besser zum Zug. Wieder war es Neidel, die nach einem Eckstoß an den Ball kam, aber vorbei schoss (51.). Hinein in die Drangphase des Heimteams fiel dann das überraschende 0:2. Mit einem Freistoß aus 30 m, bei dem Mardorfs Torfrau Yasmin Höse keine gute Figur machte, konnte Lisa Frey in der 58. Minute erhöhen. Zwar versuchten die Platzfrauen weiter offensiv etwas auf die Beine zu stellen, doch die Jahn-Defensive stand gut und ließ kaum gute Möglichkeiten zu. Zehn Minuten vor Schluss zerstörte erneut Trabert die letzten Hoffnungen auf eine Mardorfer Aufholjagd, als sie völlig unbedrängt aus 12 Metern auf 0:3 erhöhen konnte.

"Uns hat heute einfach die Durchschlagskraft in der Offensive gefehlt. Der letzte Pass kam einfach nicht und unsere wenigen vorhandenen Chancen wurden nicht konsequent genutzt. Calden hat verdient gewonnen. Wir haben es leider verpasst, uns eine bessere Ausgangsposition im Abstiegskampf zu verschaffen.", sagte ein enttäuschter Mardorfer Trainer Christian Kunz.

Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Pia Butterweck - Mareike Recke, Annika Boller - Lena Otto, Jasmin Neidel (ab 82. Sophie Fröhlich), Darline Bambey, Antonia Freund, Stefanie Viehmann (ab 37. Andrea Arrich) - Jasmin Zenker, Johanna Röse. Nicht zum Einsatz kam Christina Kreuzer.

29.10.16 TSV Haddamar - TSV Mardorf II

KLA: TSV Gut Heil Haddamar – TSV Mardorf II 0:3 (0:1)
Nachdem die Reservemannschaft am vergangenen Samstag die ersten Punkte der Saison holten, wollte man auch beim Tabellenletzten Haddamar punkten.
Man ging das Spiel offensiv ausgerichtet an. Bereits in den ersten Spielminuten zeigte man, dass ein Tor her sollte. Jedoch fehlte dazu der letzte Biss. Teilweise zu hektisch und ungeordnet versuchten die Gäste den Spielaufbau zu gestalten. Weitschüsse unter anderem von Recke und Kellhammer gingen neben das Tor. Die größte Chance der Mardorferinnen hatte dann Christina Kreuzer, sie wollte den Ball aus ca. 14 Metern in die lange Ecke schießen, doch sie bekam den Ball an der Torfrau nicht vorbei. Auf der anderen Seite gelang es der Heimelf, einen langen Ball über Mardorfs Abwehr zu spielen auf Julia Neuhaus. Doch diese vergab die wohl größte Chance des ganzen Spiels und schoss den Ball am leeren Tor vorbei, nachdem sie an Torfrau Lea Aschenbrenner vorbeigekommen war. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sollten dann die Gäste endlich in Führung gehen. Nach Aufforderung von Trainer Christian Kunz ging Libera Jacqueline Dörrbecker bei einer Ecke mit in den Strafraum. Diese Aktion sollte belohnt werden, sie bekam den Ball im Strafraum von Eckenschützin Jennifer Schnaudt vor die Füße und schob den Ball zur 1:0 Pausenführung ins Tor (45.+1).
In der zweiten Halbzeit blieben die Gäste immer wieder am Drücker, erkämpften die Bälle früh in der gegnerischen Hälfte und erarbeiteten sich so auch unzählige Chancen, um den Spielstand zu erhöhen. Erneut nach einer Ecke, diesmal von Mona Rosenthal geschlagen, konnte die Torfrau den Ball hoch abwehren, doch dort stand Sophie Fröhlich richtig und konnte mit einem gezielten Kopfball über die Torfrau das 2:0 erzielen (59.). Der Heimelf fiel es offensichtlich immer schwerer die Gäste aus Mardorf in den Griff zu bekommen. Doch das Aluminium war auf Seiten der Haddamarer Mädels. Zuerst traf Mareike Recke die Latte nach einem zuvor abgewehrten Schuss von Schnaudt. Später traf Christina Kreuzer den Pfosten, nachdem ihr der Ball unverhofft zwei Meter vor dem Tor vor die Füße fiel. Das 3:0 und damit den Endstand konnte Mona Rosenthal erzielen. Sie bekam einen schönen Pass von Dörthe Koch, Rosenthal packte aus 20 Metern einen schönen Schuss aus und der Ball landete im hohen Bogen in der langen Ecke (86.). Somit siegte man am Ende verdient mit 3:0 und fuhr den nächsten 3er ein.
Es spielten: Lea Aschenbrenner – Jacqueline Dörrbecker, Franziska Roth (Mona Rosenthal), Nina Jäger (Sarah Poltmann) – Jennifer Schnaudt, Meike Falk, Christina Kreutzer (Dörthe Koch), Andrea Arrich, Lena Kellhammer – Mareike Recke, Sophie Fröhlich
Bericht: Sandra Biele

22.10.16 TSV Mardorf - TSV Obermelsungen

GL: TSV Mardorf - TSV Obermelsungen    1:1 (1:1)
Ein intensives, teilweise sehr hart geführtes Derby zwischen dem TSV Mardorf und den Gästen aus Obermelsungen endete am Ende 1:1-Unentschieden.
Schon nach einigen Minuten Spielzeit war zu sehen, dass es von Seiten der Gäste rustikal zur Sache gehen sollte. Jeder Zweikampf wurde ohne Rücksicht auf Verluste geführt und das beeindruckte die Heimakteurinnen zunächst. Aber man stellte sich auf diese Art des Fußballs ein, hielt dagegen und übernahm die Spielkontrolle. In der 25. Minute belohnte Angreiferin Jasmin Zenker die Blau-Weißen für die Bemühungen. Und wie!! Aus 25 Metern packte sie den rechten Hammer aus und versenkte die Kugel im linken Winkel zum 1:0. Ein echtes Traumtor, welches ihr vor Spielbeginn prophezeit wurde... Leider brachte dieser Treffer nicht die erhoffte Ruhe ins Spiel der Heimelf. Obermelsungen erhöhte etwas den Druck, ohne jedoch zwingend in den Strafraum zu kommen. Mehr als einen Schuss von Pia Karime, den Yasmin Höse sicher entschärfte, brachten die Gäste nicht zustande. Als schon die Nachspielzeit des ersten Durchgangs lief, verursachte die Heimdefensive einen unnötigen Eckball. Wie befürchtet, trat wieder die Schwäche bei gegnerischen Ecken zu Tage und man kassierte den Ausgleich durch Karime, die mutterseelenallein am langen Pfosten nur einschieben brauchte (45. +2). Eine wirklich gute erste Halbzeit machte man sich mit einer einzigen Aktion wieder zunichte! Das Ausgleichstor hatte Auswirkungen für den Beginn des zweiten Durchgangs. Obermelsungen nahm den Schwung mit und übernehm das Kommando, wo hingegen die Kunz-Schützlinge zu tief standen und keine Entlastung mehr schafften. In dieser Phase hatte man ein wenig Glück, als ein Schuss von Karime knapp am langen Pfosten vorbei rutschte (56.). Das "Hallo-Wach-Erlebnis" für die Platzfrauen ereignete sich dann einige Minuten später. Stefanie Viehmann setzte energisch im gegnerischen Strafraum gegen die Ex-Mardorferin Monika Fabian nach, stibitzte ihr den Ball, traf aber nur den Pfosten (63.). Mardorf fand wieder zurück ins Spiel und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Möglichkeiten, das Spiel siegreich zu gestalten, hatten aber ausschließlich die Gastgeberinnen. Antonia Freund feuerte das Spielgerät aus 20 Metern an die Unterkante der Latte, von wo der Ball vor (oder doch hinter?) die Torlinie sprang, bevor Omeg-Keeperin Gresa Gashi den Ball zu fassen bekam (72.). Nur fünf Minuten später wieder Aluminiumpech für Mardorf. Jasmin Neidel trat zum Freistoß an und traf ebenfalls nur das Quergestänge (77.). Die letzte Chance auf den Siegtreffer besaß Jennifer Schnaudt aus 16 Metern nach Ablage von Zenker, doch Gashi kratzte den Ball aus dem rechten Torwinkel (81.). In den letzten Minuten versuchten noch beide Mannschaften den Siegtreffer zu erzielen, doch beide Defensivreihen ließen nichts mehr zu. Somit blieb es beim Remis nach 93 Minuten.
"Ich denke, der Punkt war für die Gäste aufgrund unserer drei Aluminiumtreffer eher ein gewonnener Punkt. Zwei Punkte mehr hätten uns natürlich gut gepasst, doch die Schläfrigkeit bei Standards hat uns diese gekostet. Dennoch war ich sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Bauchschmerzen bereiten mir nur langsam die überharten Methoden unserer Gegner. Sowohl in Rhoden als auch diesmal trugen einige meiner Spielerinnen heftige Blessuren davon. Ich hoffe, das wird jetzt nicht Methode...", gab Mardorfs Trainer Christian Kunz nach der Partie zu Protokoll.

 

Aufstellung Mardorf: Yasmin Höse - Pia Butterweck - Aline Mentel, Annika Boller - Lena Otto, Darline Bambey (ab 88. Lena Kellhammer), Jasmin Neidel, Stefanie Viehmann, Antonia Freund - Jasmin Zenker, Johanna Röse (ab 46.Jennifer Schnaudt). Nicht zum Einsatz kamen: Christina Kreuzer und Lea Aschenbrenner (2.TW).

22.10.16 TSV Mardorf II - TSV Obermelsungen II

KLA: TSV Mardorf II – TSV Obermelsungen II    3:0 (1:0)

Im fünften Spiel der Reserve sollten nun endlich die ersten Punkte für die Mädels von Mardorf aufs Konto gehen. Es war ein Derby gegen Obermelsungen, in das man sehr gut eingestellt rein gegangen ist. Nach dem letzten Spiel und einer hohen Niederlage zeigte man den zahlreich erschienenen Zuschauern eine gute Partie. Die beste der bisher laufenden Saison.

In der Anfangsphase war es noch ein recht ausgeglichenes Spiel. Doch die Defensive der Mardorfer stand wie eine Mauer. Die Gäste hatten es schwer, das gut aufgestellte Mittelfeld um Kapitänin Christina Kreuzer zu überwinden. Nach vorne wurden die Akzente der Heimelf immer deutlicher. So konnte man nach einem schönen Doppelpass auf Linksfuß Hannah Lepper spielen und sie beförderte den Ball aus ca. 16-Metern in das Tor (32. Minute). Dieser hatte sich extrem gedreht und so wurde Torfrau Hübel überrascht und konnte die Führung nicht mehr verhindern. Vor der Halbzeit kassierte man noch eine Ecke, aber auch diese blieb ungefährlich. Somit ging man mit einer verdienten Führung in die Pause.

Nach der Halbzeit waren die Mädels gierig auf ein weiteres Tor. Man spielte schön in 3er Kombinationen mit Hannah Lepper, Mareike Recke und Lena Kellhammer. Letztere gelang es dann auch bereits 3 Minuten nach Wiederanpfiff das 2:0 zu schießen (48. Minute). Die Gäste schienen beeindruckt zu sein. Man versuchte zwar ab und an auf den Kasten von Lea Aschenbrenner zu laufen, aber scheiterte meist schon im Mittelfeld. Die Heimelf zeigte Kampfgeist, sie wollte jeden Ball erobern, ackerte sehr viel und man erarbeitete sich Torchancen.  In der 79. Spielminute konnte man endlich das Ergebnis auf 3:0 hochschrauben (79. Minute). Dies gelang Stürmerin Hannah Lepper erneut nach einem Pass von Lena Kellhammer. Die gegnerische Torfrau lies den Ball dabei durch ihre Beine rollen. In den letzten Minuten zeigte man, dass man noch ein Tor erzielen wollte. Man kam immer wieder an den 16-Meter-Raum ran, es gelang aber nicht mehr den Ball ins Tor zu schießen. Nach Abpfiff war die Erleichterung groß und die Freude spürbar.

„Es war das bisher beste Spiel. Man hat endlich wieder gesehen, was die Mannschaft kann. Man hat über  Kampf und Willen den Ball bekommen und dann gelang auch das Umsetzen des fußballerischen einfacher. Das defensive Mittelfeld und die Abwehr haben jeden Zweikampf energisch geführt. Es hat Spaß gemacht, zuzusehen. Das Ergebnis war hochverdient. Ich bin stolz auf meine Mädels!“ sagte Trainerin Sandra Biele nach dem Spiel.

Es spielten: Lea Aschenbrenner, Jacqueline Dörrbecker, Franziska Roth (Sarah Poltmann), Nina Jäger, Meike Falk, Christina Kreuzer, Annika Genuit (Dörthe Koch), Lara Imberger, Lena Kellhammer, Hannah Lepper und Mareike Recke

 

 

Bericht: Sandra Biele

15.10.16 Germania Rhoden - TSV Mardorf

GL: Germania Rhoden - TSV Mardorf    2:4 (1:1)
Einen hart erkämpften, aber verdienten Sieg konnten die Gruppenligafußballerinnen des TSV Mardorf beim Aufsteiger Germania Rhoden einfahren.
Personell gebeutelt musste Trainer Christian Kunz einige Umstellungen speziell in der Defensive vornehmen. Dies merkte man in der Anfangsphase, als man sich erst finden musste. Die Gastgeberinnen legten ein sehr körperbetontes Spiel an den Tag, von dem sich die Gäste zunächst beeindrucken ließen. Spielerisch war man zwar überlegen, doch zunächst noch zu unpräzise. Rhoden setzte hingegen mit langen Bällen immer wieder Nadelstiche und hatten durch Nina Bender den ersten Torabschluss (12.). Langsam fingen sich die TSVler, benötigten aber eine Standardsituation für die Führung. Darline Bambey brachte einen Freistoß in den Strafraum, wo Jasmin Neidel mit langem Bein heranflog und die Kugel in das Germania-Tor verlängerte - 0:1 (19.). Die Führung gab Sicherheit und man legte beinahe das zweite Tor nach. Stefanie Viehmann brachte einen Ball von links flach in den Strafraum, doch Jasmin Zenker setzte den Ball knapp neben das Tor (23.). Mitten in die Druckphase hinein erzielten die Platzfrauen den überraschenden Ausgleich. Nach einem einfachen Ballverlust des TSV-Mittelfeldes wurde man klassisch ausgekontert. Jacqueline Knaack bediente Nina Bender, die keine Mühe hatte, den Ball aus Nahdistanz im Tor unterzubringen (29.). Ein Rückschlag für das Kunz-Team, der Wirkung zeigte. Das Heimteam schlug daraus aber kein Kapital, sondern fiel durch einige heftige Foulspiele auf. Der Pausenpfiff beruhigte die erhitzten Gemüter und Kunz konnte sein Team neu einstellen. Dies trug im zweiten Durchgang dann erfolgreich Früchte. Die Balleroberung erfolgte immer früher in der gegnerischen Hälfte und Neidel präsentierte sich torhungrig wie in alten Zeiten. Nach Vorarbeit von Viehmann jagte sie die Kugel aus gut 22 Metern gekonnt zum 1:2 unter die Latte (51.). Nur sieben Minuten später war sie wieder zur Stelle. Sie umkurvte mit Tempo die beiden Innenverteidigerinnen und schob nervenstark aus zehn Metern zum 1:3 ein (58.). Mit der komfortablen Führung im Rücken zog man sich etwas zurück und setzte auf Konter. Der Germania fiel nicht viel ein, nur Knaack zeigte sich das ein oder andere Mal, doch immer wieder wurde sie rechtzeitig gestoppt. Eine Viertelstunde vor Schluss sollte die Entscheidung nahen. Eine Heimverteidigerin spielte einen kontrollierten Rückpass auf ihre Torfrau Dana Dornieden, die den Ball mit den Händen aufnahm. Ein unerlaubter Rückpass, der von Schiedsrichter Deuermeier sofort geahndet wurde. Aus sechs Metern halbrechter Position knallte Neidel nach Ablage von Zenker den Ball Richtung Tor. Dornieden bekam noch die Hände dran, doch der Ball senkte sich zum 1:4 hinter die Linie (76.). Die drei Punkte waren somit eingesackt, doch die Gastgeberinnen steckten nicht auf. Einen der unzähligen langen Bälle schätzte die TSV-Defensive falsch ein und wiederum Bender konnte auf 2:4 verkürzen (81.). Das sollte es dann in einer hektischen und vom Heimteam sehr hart geführten Partie sein. Die Gäste aus Mardorf verbesserten mit dem Dreier ihre Position im Kampf gegen den Abstieg und freuen sich auf das Derby gegen Obermelsungen.
"Ich muss meinem Team großen Respekt zollen. Die vielen Ausfälle wurden hervorragend aufgefangen, man nahm das Kampfspiel an und zeigte, dass man in den letzten Monaten gereift ist. Hinzu kam eine treffsichere Neidel und, was am wichtigsten war, eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich bin echt stolz, Mädels.", zeigte sich TSV-Coach Kunz begeistert vom Willen seiner Schützlinge.

 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Jacqueline Dörrbecker - Antonia Freund, Aline Mentel - Annika Boller (ab 81. Christina Kreuzer), Lena Otto, Jasmin Neidel, Darline Bambey, Stefanie Viehmann - Jasmin Zenker, Johanna Röse (71. Sophie Fröhlich)

08.10.16 TSV Mardorf - SG Landau/Wolfhagen

GL: TSV Mardorf - SG Landau/Wolfhagen    2:2 (1:2)
Als der Schlusspfiff einer intensiven Gruppenligapartie ertönte, beschlichen Mardorfs Trainer Christian Kunz verschiedene Gefühlslagen. Zum Einen Zufriedenheit, da man gegen den derzeitigen Tabellenführer einen Punkt holte, zum Anderen Frust, da man leichtfertig zwei weitere Punkte liegen ließ. Die Gäste aus Landau/Wolfhagen konnten an diesem Spieltag nur zehn Spielerinnen aufbieten, was Kunz schon etwas unruhig werden ließ, denn man tat sich in der Vergangenheit immer schwer gegen Gegner in Unterzahl. Die Unruhe steigerte sich schon nach vier Minuten weiter. Die Gäste kamen zum ersten Eckball, den die TSV-Defensive nicht klären konnte und Julia Schröder staubte zum 0:1 ab (4.). Die frühe Führung spielte den Gästen natürlich in die Karten, da sie kompakt in der Defensive stehen konnten und über die schnelle Michelle Lattemann Konter fahren wollten. Die Heimelf machte dieses Vorhaben durch fahriges, unkonzentriertes und fehlerhaftes Verhalten dann auch einfach. So kam es wie es kommen musste: Lattemann erlief einen langen Ball, brachte Anne Bausen etwas glücklich in Schussposition, die diese unter Mithilfe von TSV-Torfrau Yasmin Höse zum 0:2 nutzen konnte (24.). In Überzahl mit zwei Toren im Rückstand - schlechter konnte es nicht laufen. Glücklicherweise fand Jasmin Neidel ihre Präzision bei Freistößen zum richtigen Zeitpunkt wieder. Aus 22 Metern hämmerte sie den Ball Vollspann zum 1:2 in den linken Giebel und brachte so ihr Team wieder ins Spiel (28.). Anschließend fand man langsam ins Spiel und kam zu guten Abschlüssen. Doch immer wieder Stand SG-Rückhalt Marlina Wachs im Mittelpunkt und verhinderte Chancen von Neidel (33./39.) und Jasmin Zenker (41.). Nach der Pause präsentierte sich eine komplett andere TSV-Mannschaft. Endlich bekam man Zugriff in den Zweikämpfen, schaltete nach Ballgewinnen schnell um und kam zu Möglichkeiten. Die erste nutzte Johanna Röse mit ihrem ersten Gruppenligator nach Vorarbeit von Darline Bambey zum 2:2 (48.). Anschließend brannte man ein wahres Chancenfeuerwerk ab. Bambey zielte zweimal aus der Distanz knapp vorbei (51./54.), Röse traf aus Nahdistanz das Außennetz (56.), Zenker grätschte eine Flanke von Stefanie Viehmann über den Kasten (58.) und Neidel setzte einen Kopfball nach Freund-Flanke haarscharf neben den Pfosten (64.). Man bekam immer mehr das Gefühl, dass der dritte TSV-Treffer bald fallen würde, doch plötzlich agierte man nicht mehr so zielstrebig, zog sich immer weiter zurück und ließ den wankenden Gegner wieder mitspielen. Dieser nutzte diese Einladung beinahe sogar noch zum Siegtreffer, doch TSV-Stürmerin! Zenker spitzelte der einschussbereiten Lattemann den Ball im eigenen Strafraum vom Fuß (83.). Somit blieb es am Ende beim 2:2, das sich für die Gäste fast wie ein Sieg anfühlte.
"Es ist schon fatal, dass wir in vier der fünf bisherigen Spiele immer die Anfangsphase verschlafen. Wir geraten immer wieder in Rückstand und müssen hinterher rennen. Nach der Pause war ich mit den ersten 25 Minuten hochzufrieden, wir haben phasenweise tollen Fußball gezeigt. Schießen wir das 3:2, gewinnen wir am Ende klar. So muss ich mit dem Punkt zufrieden sein. Wer weiß, wofür der noch gut ist.", sagte Kunz nach der Partie, die verschiedene Gefühle zurückließ.

 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Jennifer Schnaudt (ab 46. Darline Bambey) - Aline Mentel, Mareike Recke - Lena Otto, Pia Butterweck, Antonia Freund, Stefanie Viehmann, Jasmin Neidel - Jasmin Zenker, Johanna Röse. Nicht zum Einsatz kamen Annika Boller und Lena Kellhammer.

30.10.16 FC Edermünde - TSV Mardorf

GL: FC Edermünde - TSV Mardorf    4:2 (1:0)
Im Auswärtsspiel der Frauenfußball-Gruppenliga kassierte der TSV Mardorf eine empfindliche Niederlage beim Aufsteiger FC Edermünde.
Völlig verdient behielt der Gastgeber die drei Punkte in Holzhausen/Hahn, da die Gäste gut 70 Minuten lang eine desaströse Partie ablieferten und erst in den letzten 20 Minuten aufwachten.
Edermünde sah man von Beginn an in jedem Zweikampf, dass sie gewillt waren, im Derby bis an die Schmerzgrenze zu gehen. Nach Ballgewinnen schalteten sie schnell um und setzten immer wieder die pfeilschnellen Jennifer Bernhardt und Sarah Kupfer ein. Die Gäste agierten zu verhalten und schafften es nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Viel zu defensiv, mit zu großen Abständen zwischen den Reihen und ungenauem Passspiel lud man den Gegner immer wieder ein. Lea Aschenbrenner, die die verhinderte Yasmin Höse im Tor vertrat, musste in ihrem ersten Gruppenligaspiel viel Arbeit erledigen. Die beste Tat zeigte sie in der 22. Minute bei einem Schuss von Kupfer, den sie klasse parierte. Auch diese brandgefährliche Aktion weckte die Kunz-Schützlinge nicht auf. Stattdessen verlor man in der 35. Minute unnötig den Ball im Mittelfeld, Kupfer wurde mit einem langen Ball eingesetzt und vollstreckte abgezockt zum 1:0 für den Aufsteiger (35.). Kurz vor dem Pausenpfiff vom souverän leitenden Schiedsrichter Frank Jungermann knallte Edermündes Kim Rameil das Spielgerät aus 20 Metern an die Latte des TSV-Tores (44.). Man war also auf Seiten des TSV mit dem 0:1 zur Pause gut bedient und wollte es im zweiten Durchgang deutlich besser machen. Doch was sich in den ersten 15 Minuten auf dem Platz abspielen sollte, trieb Mardorfs Coach Christian Kunz die Verzweiflung ins Gesicht. Als ob man aus dem ersten Durchgang nichts gelernt hatte, agierte man weiter pomadig und war immer einen Schritt zu spät. Hinzu kamen haarsträubende Fehler im und am eigenen Strafraum. Sarah Carmen Leutebrandt (49.), Rameil (53.) und Kupfer (59.) schraubten das Ergebnis auf 4:0 hoch. Ausgangspunkt waren immer wieder hohe, lange Bälle, die von der TSV-Defensive einfach nicht in den Griff bekommen wurden. Das Spiel war damit eigentlich entschieden und im Lager der Gäste hoffte man, dass die Klatsche nicht noch extremer werden würde. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Mardorfer Mannschaft. Endlich kamen der Einsatz und die Spielfreude der vorherigen Partien zum Vorschein. Man schnürte den Gegner in deren Hälfte regelrecht ein und kam fast im zwei-Minuten-Takt gefährlich in den Strafraum der Platzfrauen. FC-Torfrau Alana Christl rückte immer mehr in den Fokus des Geschehens. So reagierte sie hervorragend gegen den Freistoß von Jasmin Neidel in der 71. Minute und kratzte die Kugel der Einschuss bereiten Stefanie Viehmann nach einer Ecke vom Fuß (73.). Vier Minuten später konnte Jasmin Zenker nach einer Bambey-Ecke aus acht Metern das 1:4 markieren (77.) und läutete den Schlussspurt ein. Nach einer scharfen Hereingabe von Annika Boller war Neidel mit der Fußspitze zur Stelle und verkürzte weiter - 2:4 (81.). Edermünde kam jetzt überhaupt nicht mehr zum Atmen und stand unter Dauerdruck. Mareike Recke setzte sich klasse im Strafraum gegen drei Leute durch, traf aber nur das Außennetz (83.), Viehmann schoss aus der Distanz knapp drüber (85.) und Darline Bambey traf mit einem Freistoß nur den Pfosten (89.). Hinzu kamen noch unzählige Flanken in den Strafraum, wo teilweise ein Schritt zum Torerfolg fehlte. Nach 95 Minuten endete das Anrennen mit dem Schlusspfiff und es blieb letztendlich beim 2:4 aus Sicht des TSV Mardorf.
"Ich kann nicht erklären, was meine Mädels in den ersten 70 Minuten abgeliefert haben. Sie haben die Vorgaben zu keinem Zeitpunkt umgesetzt, waren läuferisch, kämpferisch und spielerisch nicht gruppenligatauglich. Warum es dann nach dem 0:4 plötzlich funktionierte, ist das nächste Rätsel für mich. Da kam alles auf den Platz, was ich von Beginn an sehen wollte. Und so unglaublich es klingt, aber zumindest ein Punktgewinn wäre sogar noch möglich gewesen.", sagte Kunz nach einer Partie, die noch für Gesprächsstoff in den nächsten Trainingseinheiten sorgen wird.

 

Aufstellung TSV: Lea Aschenbrenner - Denise Schnatz (ab 66. Annika Boller), Jennifer Schnaudt, Aline Mentel - Pia Butterweck, Antonia Freund, Lena Otto (ab 46. Stefanie Viehmann), Jasmin Neidel, Darline Bambey - Johanna Röse (ab 46. Mareike Recke), Jasmin Zenker

18.09.16 Vikt. Großenenglis II - TSV Mardorf

GL: TuS Viktoria Großenenglis II - TSV Mardorf    1:2 (1:1)
Weiter in der Erfolgsspur bleibt der TSV Mardorf nach dem Derbysieg in der Frauenfußball-Gruppenliga gegen die Hessenligareserve von Viktoria Großenenglis.
Es war ein Fight über 90 Minuten mit etlichen Zweikämpfen hart an und auch oft über den Grenzen des Erlaubten, den die Kunz-Schützlinge gegen aggressive Gastgeberinnen lieferten. Spielerisch war es größtenteils von beiden Seiten nicht schön anzusehen, weil der TuS nicht konnte und der TSV aufgrund vieler Fouls nicht durfte. Großenenglis kam zunächst besser ins Spiel und nutzte wie bereits die beiden vorherigen Gegner die Anfangsschläfrigkeit der Mardorfer Elf aus. Simone Richter verwertete ein Hereingabe von rechts abgeklärt zum 1:0 (5.). Die Gäste schüttelten sich und übernahmen dann das Kommando. Zunächst scheiterte Jasmin Zenker nach einem Eckstoß an der bravourös reagierenden Viktoria-Torfrau Nadine Mündel (23.), die fünf Minuten später wieder eine Hauptrolle spielen sollte. Ein Freistoß von Darline Bambey aus über 40 Metern senkte sich über die völlig überraschte Mündel hinweg zum 1:1 in die Maschen (28.). Der Jubel im Gästelager war noch nicht verstummt, da gab es Strafstoß auf der anderen Seite. Bambey kam im Strafraum einen Schritt zu spät gegen Isabell Zimmer und brachte sie regelwidrig zu Fall. Selina Adler trat zum Elfmeter an und drosch die Kugel an die Latte (29.). Somit ging es mit dem Remis in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel sahen die zahlreichen Zuschauer eine entschlossene Gästemannschaft, die unbedingt auf Sieg spielen wollte. Die Platzfrauen konnten nur noch auf das immer besser werdende Kombinationsspiel reagieren und hatten in der 54. Minuten großes Glück, dass zunächst Zenker an Mündel scheiterte und sowohl Johanna Röse wie auch Antonia Freund den Ball gegen die vielbeinige Abwehr der Gastgeberinnen nicht im Netz unterbringen konnten. Der Viktoria merkte man mit zunehmender Spielzeit einen enormen Kräfteverschleiß an. Zu wirklichen Torchancen kamen sie nicht mehr, da die TSV-Defensive sehr aufmerksam und gekonnt verteidigte. Nach 61. Minuten brachte Kunz mit Stefanie Viehmann den Top-Joker der Vorwoche. Und wieder sollte der Wirbelwind stechen. Gegen Ende der Partie tankte sich Jasmin Neidel zentral vor dem TuS-Strafraum durch, steckte den Ball zu Zenker durch und die bediente mit einem punktgenauen Querpass Viehmann, die zum hochverdienten 1:2 einnetzte (77.). Beinahe hätte Mardorfs Nr. 11 erneut einen Doppelpack geschnürt, doch Mündel verhinderte dies im 1 gegen 1 (85.). In den letzten Minuten sah man sich wütenden, aber undurchdachten Angriffen der Gastgeberinnen ausgesetzt, meisterte die hohen, langen Bälle aber unaufgeregt und souverän. Somit konnte man den zweiten Sieg in Folge einfahren und belegt nach dem vierten Spieltag einen unerwarteten vierten Platz.
"Wie erwartet war es ein Spiel, das die Gegnerinnen sehr hart führen wollten und auch taten. Ich muss meinen Mädels ein Kompliment aussprechen, dass sie sich davon nicht beeindrucken lassen und unser Vorhaben durchgezogen haben. Das war gegen Großenenglis nicht immer so... Eine sehr positive Entwicklung in allen Bereichen ist bei meiner Mannschaft zu beobachten, das gefällt mir. Jetzt müssen wir nur noch die Anfangsphasen ohne Gegentor überstehen, denn nicht immer geht das am Ende gut. Dass der Sieg schlussendlich verdient war, steht für mich außer Frage.", sagte ein sichtlich zufriedener TSV-Trainer Christian Kunz nach dem intensiven Derby.
Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Aline Mentel, Jennifer Schnaudt, Denise Schnatz (ab 68. Hannah Lepper) - Pia Butterweck, Lena Otto, Antonia Freund, Darline Bambey, Jasmin Neidel - Johanna Röse (ab 61. Stefanie Viehmann), Jasmin Zenker. Nicht zum Einsatz kamen: Lea Aschenbrenner (2.TW) und Mareike Recke

 

Bericht: Christian Kunz

18.09.16 Vikt. Großenenglis III - TSV Mardorf II

KLA: TUS Viktoria Großenenglis III - TSV Mardorf II    4:1 (0:0)

Am dritten Spieltag der Kreisliga A stand das Schwalm-Eder-Kreis-Derby für die dritte Mannschaft aus Großenenglis und für die Reserve des TSV Mardorf an.

An einem meist sonnigen Sonntagmittag trafen die beiden Mannschaften in Großenenglis aufeinander. Man war heiß auf das Derby und so begann die Partie auch. Bereits in der 9. Spielminute hatte Andrea Arrich die Führung auf dem Fuß, schoss den Ball allerdings über das Tor. Die Partie verlief recht ausgeglichen, es ging körperlich gut zur Sache. Einen gefährlichen Freistoß von Annika Boller konnte die Defensive der Heimelf zu einer Ecke klären. Diese brachte eine gute Torchance für Eva Jüttemeier, doch sie schoss den Ball ebenfalls über das Tor. Die Gäste hatten bessere Aktionen, standen hinten stabil, doch man nutze die herausgespielten Chancen wieder einmal nicht. So ging es in die Halbzeit mit einem 0:0. Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte die Elf aus Mardorf viel Druck nach vorne. Ein Pass, der durch die Mitte in den Strafraum gespielt wurde, konnte von Mareike Recke in der 50. Minute mit etwas Glück verwandelt werden. So hieß es endlich 1:0 für die Mardorfer Mädels. Doch die Führung sollte nicht allzu lange anhalten. Man wollte jetzt immer weiter nach Vorne spielen, stand aber hinten zu offen und wurde klassisch ausgekontert.  Die Heimmannschaft überspielte das Mittelfeld mit einem langen Pass, Abwehrchefin Jacqueline Dörrbecker wurde von ihren Leuten allein gelassen, trat auch noch am Ball vorbei und so konnte Sonja Heideroth unbedrängt den Ball zum 1:1 ins Tor schießen (59.) Die Gäste aus Mardorf gerieten immer mehr unter Druck, denn man schaffte es nicht mehr den Ball ordentlich hinten raus zu bekommen. Lea Aschenbrenner konnte sich in diesen Minuten mit einer Abwehraktion auszeichnen und lenkte einen gefährlichen Schuss stark an die Latte. Jedoch kam es bereits zwei Minuten später zur Führung der Großenengliser. In der 64. Minute wurde wiederrum die Defensive schnell überlaufen, Dörrbecker und Aschenbrenner versuchten das Tor von Lea Werner noch zu verhindern, kamen aber zu spät. Mit der Führung der Heimmannschaft kamen immer mehr Abstimmungs- und Einstellungsprobleme der Mardorferinnen zu Tage. So konnte Eva Berge mit einem Doppelpack gegen sich aufgebende Gäste  das Ergebnis auf 4:1 erhöhen (80. & 89. Minute). Somit gewann die dritte Mannschaft der TUS Viktoria gegen die zweite Mannschaft aus Mardorf.

Es heißt jetzt weiter an sich zu arbeiten und die Köpfe nicht in den Sand zu stecken!

Kader TSV:  Lea Aschenbrenner (TW), Franziska Roth, Jacqueline Dörrbecker, Christina Kreuzer, Annika Boller, Andrea Arrich, Kim Engelhardt, Eva Jüttemeier, Lena Kellhammer, Mareike Recke, Sophie Fröhlich, Lara Imberger, Theresa Nickel und Annika Genuit

Bericht: Sandra Biele

10.09.16 TSV Mardorf II - TSG Kammerbach II

KLA: TSV Mardorf II - TSG Kammerbach II    1:3 (0:1)
Eine ärgerliche und unnötige Niederlage musste die TSV-Reserve gegen Kammerbach II hinnehmen.
Da die Gäste nur ein 7er-Team gemeldet haben, musste man auf dem ungeliebten Kleinfeld ran. Nach etwas Eingewöhnungszeit kam man mit den Gegebenheiten sehr gut zurecht und hielt den Gegner in Schach. Man übernahm zeitweilig das Kommando und spielte gefällig nach Vorne. Andrea Arrich in der Zentrale zeigte ihre ganze Erfahrung und initiierte immer wieder im Zusammenspiel speziell mit Mareike Recke immer wieder gefährliche Momente. Doch es sollte öfter an der Präzision und den richtigen  Laufwegen fehlen. Und wenn mal ein guter Abschluss kam, stand TSG-Torfrau Corinna Sander immer wieder im Weg. Defensiv agierte man auch sehr gut und man bekam das Gefühl, dass heute etwas zählbares mitgenommen werden könnte. Leider zeigte man sich einmal unkonzentriert und schläfrig, was umgehend ausgenutzt wurde. Gina Richter schloss einen Angriff über die linke Seite zum nicht wirklich verdienten 0:1 ab (35.). Trotz überlegen geführten Spiel und vier, fünf klarer Möglichkeiten gingen die Platzfrauen mit einem Rückstand in die Pause. Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht wirklich. Zwar musste der TSV auf Arrich verzichten, die verletzungsbedingt nicht mehr weiterspielen konnte, doch an den Offensivbemühungen änderte sich nicht. Wieder wurden einige Chancen liegen gelassen und sich das Leben selber schwer gemacht. Kammerbach verlegte sich gegen immer offensiver werdende Gastgeberinnen aufs Kontern und hatten zwölf Minuten vor Schluss damit Erfolg. Hanna Sennhenn traf zum 0:2 (78.). Niedergeschlagenheit beim Heimteam? Mitnichten! Nur zwei Zeigerumdrehung später konnte man den Anschlusstreffer erzielen. Recke setzte gekonnt Lena Kellhammer in Szene, die im dritten Versuch die Kugel im Netz unterbrachte (80.). Ein Punktgewinn war jetzt wieder möglich, doch man wollte zu früh zu viel. Anstatt geduldig zu spielen, verlor man hektisch im Spielaufbau den Ball, Denise Jahnert setzte sich anschließend etwas glücklich durch und führte mit ihrem Treffer zum 1:3 die Entscheidung herbei (83.). Somit verließ man trotz ansprechender Leistung erneut den Platz mit leeren Händen.
"Sehr ärgerlich für meine Mädels, dass man sich trotz sehr guter Leistung nicht mit zumindest einem Punkt belohnen konnte. Man kombinierte teilweise sehr gut und ließ Ball und Gegner laufen, kam zu Möglichkeiten und ließ defensiv sehr wenig zu. Jetzt kommt das große Aber: wir machen die Tore nicht! ich mache den Mädels aber keinen Vorwurf deshalb. Wir müssen halt weiter am Torabschluss arbeiten, dann stellt sich auch der Erfolg zeitnah ein.", zeigte sich TSV-Coach Kunz trotz Niederlage zufrieden mit dem Gesehenen.

 

Kader TSV: Lea Aschenbrenner (TW), Annika Boller, Franziska Roth, Andrea Arrich, Christina Kreuzer, Eva Jüttemeier, Mareike Recke, Annika Genuit, Lena Kellhammer, Jacqueline Dörrbecker und Sophie Fröhlich.

10.09.16 TSV Mardorf - TSG Kammerbach

GL: TSV Mardorf - TSG Kammerbach    4:1 (2:1)
Einen überraschenden, aber hochverdienten Sieg errangen die Fußballerinnen des TSV Mardorf gegen Verbandsligaabsteiger TSG Kammerbach in der Frauenfußball-Gruppenliga.
Offensiv eingestellt, agierte die Elf von TSV-Coach Kunz von Beginn an sehr lauffreudig und zweikampfstark und presste schon tief in der Gästehälfte. Kammerbach schaffte es aber zunächst immer wieder durch lange Bälle auf die schnellen Außen Lucia Langefeld und Katharina Axt der Umklammerung zu entgehen. Sogar die schnelle Führung gelang der TSG, als Axt über rechts durchbrach und Catharina Hennemuth bediente, die aus acht Metern zum 0:1 einschob (6.). Wachgerüttelt durch das Gegentor bekam man langsam die langen Bälle des Gegners in den Griff, wurde konzentrierter und fand Wege Richtung Kammerbacher Gehäuse. So musste man auf den Ausgleich nicht allzu lange warten. Antonia Freund gewann in der Nähe des TSG-Strafraums den Ball und setzte Darline Bambey in Szene. Aus 18 Metern ließ sie Alisa Gerbig im TSG-Kasten mit einem trockenen Flachschuss keine Abwehrchance (16.). Acht Minuten später konnte man das Ergebnis sogar drehen. Bambeys Eckball brachte Jasmin Neidel irgendwie zu Jasmin Zenker, die aus kurzer Entfernung zum 2:1 abstaubte (24.). Jetzt hatten die Gastgeberinnen gehörig Oberwasser und dominierten die Partie. Bambey hatte sogar den dritten Treffer auf dem Fuß, doch Gerbig kratzte den gut geschossenen Freistoß artistisch aus der kurzen Ecke (31.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten die Gäste aus dem Nichts die Ausgleichsmöglichkeit, doch Aline Mentel grätschte das Spielgerät im letzten Moment der einschussbereiten Langefeld vom Fuß (44.). "Das war für mich die Szene des Spiels, denn mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen, war sehr wichtig für mein Team.", hob Kunz Mentels Rettungsaktion heraus. Kammerbach musste so nämlich nach dem Seitenwechsel mehr für die Offensive tun und ermöglichte größere Räume zum Kontern. In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit drängten die Gäste wie erwartet das Heimteam in die eigene Hälfte, kamen aber gegen die gut organisierte TSV-Defensive zu keinen Torabschlüssen. Allmählich befreite man sich von dem Dauerdruck und Kunz bewies endlich einmal ein glückliches Händchen bei Einwechslungen. Johanna Röse, die eine klasse Partie im Angriff lieferte, wurde durch Stefanie Viehmann ersetzt, die ihre Schnelligkeit einbringen sollte. Diese Anweisung schien angekommen zu sein, denn in Spielminute 71 schlug sie das erste Mal zu. Aus spitzem Winkel schob Viehmann die Kugel an der verdutzten Gerbig vorbei zum 3:1 in die lange Ecke (71.) und nur acht Minuten später überlief sie nach Pass von Neidel wieder die Abwehr der Gäste und vollstreckte zum 4:1 (79.). Damit war der Drops gelutscht und die letzten Hoffnungen der TSG auf Punkte begraben. Mit der klaren Führung im Rücken spielten die Platzfrauen konzentriert und fehlerfrei die letzten Minuten zu Ende und konnten verdient die ersten drei Punkte auf der Habenseite verbuchen.
"Schöner hätte ich mir den Spielverlauf nicht wünschen können. Trotz des schnellen Rückstandes spielten meine Mädels mutiges Pressing mit passender Zweikampfstärke und verdienten sich diesen Dreier total. Man hat gesehen, was in der Truppe steckt, wenn jede ihre Fähigkeiten gewinnbringend abruft. Ich hoffe, wir können dies über einen längeren Zeitraum beibehalten und solche starken Auftritte mit Punkten garnieren.", zeigte sich Kunz sehr zufrieden mit dem Auftreten seines Teams.

 

Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Aline Mentel, Jennifer Schnaudt, Denise Schnatz - Pia Butterweck, Lena Otto (ab 64. Kim Engelhardt), Antonia Freund, Jasmin Neidel, Darline Bambey - Johanna Röse (ab 57. Stefanie Viehmann), Jasmin Zenker.
Nicht zum Einsatz kamen: Lea Aschenbrenner (2.TW) und Annika Boller.

03.09.16 TSV Mardorf II - TSV Grebendorf

KLA: Spielbericht TSV Mardorf II – TSV Grebendorf   0:4 (0:3)

Am Samstag war es soweit, auch für die zweite Mannschaft des TSV Mardorf begann die Saison. Vor der Partie war man recht zuversichtlich. Doch den ersten Schock erreichte die Heimelf bereits beim Warmmachen. Torfrau Katja Eichenauer knickte auf dem schlecht bespielbaren Rasen um und fiel bereits 20 Minuten vor Anpfiff aus. Andrea Arrich erklärte sich sofort bereit das Tor zu hüten. Die Mardorfer Mädels allerdings verschliefen die Anfangsphase komplett, wirkten sehr durcheinander. Die sehr junge Truppe aus Grebendorf nutzte dies aus und hielt mit ihrer Spielmacherin Lisa Schneider die TSV-Defensive sehr auf Trapp. Sie belohnte die Gästemannschaft mit zwei frühen Toren zum Stand von 0:2 (6. & 21. Minute). Die Heimelf wiederrum konnte sich kaum nach Vorne befreien und hatte defensiv arge Probleme die Spielerinnen aus Grebendorf in den Griff zu bekommen. So konnte Lilli Bodenbach in der 40. Minute auf 0:3 für die Gäste erhöhen.

Nach der Halbzeitpause bekam man den Eindruck, dass die Heimelf endlich wacher wurde, denn die Zweikämpfe und Pässe wurden mit mehr Ehrgeiz vorgetragen. Einen kleinen Rückschlag verpasste Luisa Nagabe allerdings der Biele-Elf gleich in der 48. Spielminute, als die Gäste aus Grebendorf auf 0:4 erhöhten. Dann jedoch rüttelten sich die Mädels nochmal durch und zeigten ein wesentlich besseres Spiel. Man konnte sicherer hinten raus spielen, das Spiel besser aufbauen und hatte mehr Ballaktionen in der gegnerischen Hälfte. Andrea Arrich zeigte zwischen den Pfosten, dass sie dort bereits Erfahrungen gesammelt hatte und konnte mit einigen Glanzparaden und in 1 gegen 1 Situationen überzeugen und einen höheren Rückstand vermeiden. Mit zunehmender Spielzeit bekam man auch die Spielmacherin aus Grebendorf in den Griff und man konnte auch nach vorne Akzente setzen. Doch diese konnten leider nicht in ein Tor umgewandelt werden. So blieb es bei einer 0:4-Niederlage zum Saisonauftakt.

Aufstellung: Andrea Arrich – Nina Jäger, Jaqueline Dörrbecker, Christina Kreuzer – Lena Otto, Eva Jüttemeier, Kim Engelhardt, Annika Genuit (ab 46. Meike Falk), Tatjana Bornmann – Sophie Fröhlich, Lisa Bartl (ab 46. Lena Kellhammer)

 

 

Bericht: Sandra Biele

03.09.16 TSV Mardorf - SG Hombressen/U.

GL: TSV Mardorf - SG Hombressen/Udenhausen    0:2 (0:1)
Einen verpatzten Start in die neue Spielzeit erlebte die Gruppenligaelf des TSV Mardorf im Heimspiel gegen die SG Hombressen/Udenhausen.
Beide Mannschaften hatten mit wichtigen Personalausfällen und einem katastrophalen, knochentrockenen Untergrund zu kämpfen. Das Spielniveau litt darunter deutlich.
Die Gäste schienen aber die bessere Einstellung zu den Gegebenheiten zu haben und präsentierten sich wacher. Es waren noch keine 120 Sekunden gespielt, da zappelte das Spielgerät schon im Netz des TSV. Laura Wienand verlängerte einen Eckball von Alina Mickan Richtung Tor, die am Pfosten postierte Annika Boller und Torfrau Yasmin Höse waren sich nicht einig und so trudelte der Ball über die Linie (2.). Ein denkbar schlechter Start für das Kunz-Team, das danach auch einige Zeit brauchten, um ins Spiel zu kommen. Hombressen war bis Mitte der ersten Hälfte die spielbestimmende Mannschaft und hatten durch Sabine Braunhardt (12.) und Mickan (Lattenschuss; 23.) weitere gute Möglichkeiten. Anschließend kam das Heimteam offensiv etwas besser zur Geltung, doch meistens verließ den Akteurinnen am und im Strafraum der Mut aufs Tor zu schießen. Somit ging es mit einem 0:1 in die Halbzeit.
Den zweiten Durchgang begannen die TSVler aktiver und verschoben deutlich weiter in die gegnerische Spielhälfte. Die Gäste beschränkten sich auf die Defensive und versuchten mit langen Bällen zu kontern. Profitieren konnten sie immer wieder von ungenauen und überhasteten Pässen der Gastgeberinnen, die eine zündende Idee vermissen ließen. Erst nach gut einer Stunde kam man zum ersten guten Torabschluss. Jasmin Zenker tankte sich auf der rechten Seite durch und flankte auf Jasmin Neidel, die aus der Drehung knapp vorbei schoss. Den Willen und den Versuch, das Spiel noch zu drehen, konnte man den TSV-Mädels nicht absprechen, aber die Mittel dazu fehlten an diesem Tage einfach. Hinzu kamen dann auch noch viele individuelle Fehler. So auch vor dem 0:2. Ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld eröffnete dem Gast einen schnellen Konter. Da auch SG-Angreiferin Maja Wienand nach dem Zuspiel nicht energisch gestört wurde, zog sie aus 25 Metern gekonnt ab und erhöhte auf 0:2 (77.). Erster Torschuss in der zweiten Halbzeit und gleich drin - das ist Effektivität... Die Heimelf versuchte trotzdem weiter irgendetwas zu ändern, doch mehr als ein starkes Solo von Darline Bambey, die aber an Torfrau Mandy Schnittger scheiterte, sprang nicht mehr heraus (86.).
"Aufgrund einer wirklich guten Vorbereitung hatte ich berechtigte Hoffnung, dass wir gut starten könnten. Doch leider wirkten sich die Ausfälle extremer aus als befürchtet. Man merkte speziell im Mittelfeld, dass die Mädels in der Formation noch nie zusammen gespielt hatten. Abstimmung, Laufwege und Übergeben klappte speziell im ersten Durchgang nicht. Aber kein Vorwurf an meine Spielerinnen, die es ja später besser gemacht haben. Mit Hombressen hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die zielstrebigere. Wo bei uns der Mut zum Torabschluss fehlte, schossen sie aus fast allen Lagen aufs Tor und wurden belohnt.", analysierte TSV-Coach Christian Kunz die Partie.
 
Aufstellung TSV: Yasmin Höse - Jennifer Schnaudt - Denise Schnatz, Mareike Recke - Annika Boller (ab 68. Kim Engelhardt), Hannah Lepper, Johanna Röse, Antonia Freund, Darline Bambey - Jasmin Neidel, Jasmin Zenker.  Nicht zum Einsatz kamen: Tatjana Bornmann und Christina Kreuzer

Nächste Trainings:

Di, 20.02.    19.00 Uhr

Training in Mardorf oder Halle Homberg

Do, 22.02.    19.00 Uhr

Training in Mardorf oder Halle in Homberg

Sa, 24.02.    20.00 Uhr

JHV TSV Mardorf im Kartoffel-Eck

So, 25.02.    14.00 Uhr

Testspiel gegen SG Gansbachtal in Mardorf

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